Lehmkuhle wird zum Kaiserreich
13.08.2007 | 11:45 Uhr 2007-08-13T11:45:48+0200Alois I. (Schönhaus) schoss sich beim Schützenfest des BSV Lehmkuhle - Ebel zur Kaiserwürde.Silvia I. begleitet ihn auf den Thron. Schützenbrüder waren begeistert von ihrem Fest
Der König ist tot, es lebe der Kaiser. So könnte man das Schützenfest des Bürgerschützenvereins (BSV) Ebel - Lehmkuhle zusammenfassen. König Alois I. (Schönhaus) holte nämlich auch diesmal wieder den Vogel von der Stange und schoss sich somit zum Kaisertitel. Mit dem 33. Königsschuss um Punkt 14 Uhr gab der Adler seinen Widerstand auf. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer fiel das arg gerupfte Geflügel zu Boden.
Drei Mitbewerber hatten, zumindest anfänglich noch, versucht, Alois I. den Thron streitig zu machen. Lange Zeit sah es so aus, als würde sich der Vogel schon früh verabschieden. Schon mit dem 15. Schuss verpasste Thronanwärter Friedel Duchewitz dem Tier einen Blattschuss, dass es nur noch lose an der Stange baumelte. Ab dem 18. Schuss war es wirklich nur noch ein Span, der den Flattermann davon abhielt, selbige zu machen. Der Span wehrte sich tapfer und länger als es die Anwärter für möglich hielten.
Bis eben Alois Schönhaus die Geduld verlor und mit schwerer Munition auf den lädierten Leib anlegte. Umso größer war natürlich die anschließende Freude. "Wunderbar, ein tolles Gefühl, aber dass ich jetzt Kaiser bin, das realisiere ich frühestens heute Abend", freut sich der frischgebackene Regent über die Lehmkuhle und die Ebel. Ganz bewusst habe er versucht, sich die Kaiserwürde zu schießen. "Einfach aus Spaß, weil das Vereinsleben so toll ist bei uns und ich das richtig genießen kann." Auch seine Frau und Kaiserin Silvia I. freute sich mit ihrem Mann.
Mit dem Verlauf das Schützenfestes waren die Verantwortlichen hochzufrieden. "Die Resonanz war toll, das Zelt war gut besucht und die Stimmung war auch gut, es gab niemanden, der Stunk machen wollte", erklärt Eugen Niesen. Nur die Toleranz der Nachbarn wurde auf die Probe gestellt, schließlich spielte die Tanzkappelle am Samstag sogar bis zwei Uhr nachts, weil man das schöne Fest nicht abbrechen wollte. "Aber auch da gab es überhaupt keine Probleme." Außerdem feiert der BSV Ebel - Lehmkuhle ja auch nur alle drei Jahre.
Insgesamt 221 Schüsse hielt der Vogel aus, bevor er abflatterte. Besonders begehrt waren natürlich die einzelen Trophäen. Die Krone sicherte sich Werner Bach mit dem 28. Schuss. Das Zepter ging mit dem 91. Schuss an Günter Lachnicht, den Apfel sicherte sich Ewald Duchewitz mit dem 129. Schuss. Mit Schuss Nummer 163 fiel der rechte Flügel an Alois Schönhaus. Als letzte Trophäe ging der linke Flügel nach 188 Schüssen an Jürgen Zygmunt.
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