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Land plant in Bottrop Asylunterkunft mit 1100 Plätzen

01.03.2016 | 20:00 Uhr
Land plant in Bottrop Asylunterkunft mit 1100 Plätzen
Durch das Tor des geschlossenen Werks der Metallverpackungsfirma Huber werden bald Flüchtlinge gehen. Das Land will an der Brakerstraße eine Erstaufnahmestätte einrichten.Foto: Birgit Schweizer, Archiv

Im geschlossenen Werk der Verpackungsfirma Huber an der Brakerstraße ist eine neue Erstaufnahmestätte vorgesehen. Diese wird die mit Abstand größte Flüchtlingseinrichtung in der Stadt.

Die Landesregierung wird in dem geschlossenen Werk der Metallverpackungsfirma Huber im Gewerbegebiet an der Knippenburg eine Unterkunft für bis zu 1100 Flüchtlinge einrichten. Das kündigte Sozialdezernent Willi Loeven im Rat an. Das Land werde an der Braker-straße die dann dritte Erstaufnahmestätte für Asylbewerber in Bottrop schaffen. Die zweite liegt ebenfalls an der Brakerstraße, die erste wurde in Containern um die Albrecht-Dürer-Schule und in deren Schulgebäude an der Glückaufstraße eingerichtet.

„Die Flüchtlinge bleiben bis zu ihrer Registrierung in dieser Einrichtung. Sie werden dann nach ihren Asylanträgen in andere Städte verteilt“, erklärte Loeven. Gut zwei bis vier Wochen werden sich die jeweiligen Asylbewerber in dieser Erstaufnahmestätte voraussichtlich aufhalten. Der Sozialdezernent hob hervor, dass es sich um eine Notunterkunft handelt. Das Land rüste sich damit für den Fall, das weiterhin so viele Flüchtlinge kommen sollten wie in den zurückliegenden Monaten. Das Firmengebäude auf dem Werksgelände biete bis zu 1100 Plätze. Das bedeute aber nicht, dass dort in jedem Fall auch derart viele Flüchtlinge zugleich untergebracht werden. „Es handelt sich auch nicht um eine Dauereinrichtung“, versicherte Loeven. Der Sozialdezernent sieht die Chance, dass mit Einrichtung des neuen Asylbewerberheims des Landes womöglich die bisherigen aufgelöst werden. „Ich gehe davon aus, dass nicht alle Einrichtungen im Süden bleiben werden“, sagte Loeven. Allerdings gibt es ja Überlegungen der Stadtverwaltung, die Flüchtlingsheime für den eigenen Bedarf zu nutzen, falls das Land diese aufgeben sollte.

Die Stadt verspricht sich von der neuen Erstaufnahmestätte mit Plätzen für bis zu 1100 Flüchtlinge eine Entlastung. Denn die Landesregierung sichere zu, dass der Stadt für die Duldung dieser Unterkunft in gleicher Zahl weniger Asylberwerber zugewiesen werden. Die war ja auch bei Einrichtung der ersten beiden Erstaufnahmestätten mit einigen hundert Plätzen schon der Fall.

Für Bottrop von Vorteil

Für die Stadt sei dies von Vorteil, machte der Sozialdezernent klar. Denn die Flüchtlinge, die das Land in die Städte schickt, halten sich ja dort weitaus länger auf als in solchen Landesunterkünften. „Während sie in den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes relativ kurz sind, bleiben die meisten Asylbewerber, die uns zugewiesen sind, ja Jahre lang hier“, erklärte Loeven. Wenn der Stadt also weniger Flüchtlinge auf Dauer zugewiesen werden, führe dies zu einer Entlastung.

Norbert Jänecke

Kommentare
03.03.2016
11:00
Land plant in Bottrop Asylunterkunft mit 1100 Plätzen
von meckern | #8

@
aminb
scholli50
glabowski

Ihr aller Wunsch, dass sich das bei der nächsten Wahl auswirkt, wird sich sicherlich nicht verwirklichen.

Selbst wenn...
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2016-03-01 20:00
Bottrop