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Lärmschutz vor Straßenbau

03.05.2007 | 20:30 Uhr

Landesbetrieb stellte Pläne zur Umwandlung der B 224 zur A 52 vor.Schallschutz kann vorgezogen werden. In diesem Monat geht Planentwurf ans Ministerium

Das schien selbst manchen Politiker zu überraschen: Der Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau betonte, dass das Vorziehen von Lärmschutzmaßnahmen vor den eigentlichen Bauarbeiten nicht nur möglich, sondern gar üblich ist. Gute Aussichten für die Boy/Welheimer, vor dem eigentlichen Ausbau der B 224 zur A 52 schon an Lärmschutzwände zu kommen.

In der gestrigen Sitzung des Bauausschusses gab es - bei aller Vorsicht - auch schon eine Zeitangabe für den Lärmschutzbau: In drei Jahren wäre in etwa damit zu rechnen. Wenn alles glatt läuft - das heißt: wenn der Bund den fast fertigen Entwurf für die Umwandlung des Bottroper Teilstücks der Bundesstraße in eine Autobahn bei der Prüfung akzeptiert und dann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann.

Für das Bottroper Stück zwischen A 42 und A 2 ist man ganz optimistisch und möchte sich gerne auf das Wort von Landesverkehrsminister Oliver Wittke verlassen: "2009 rollen in Bottrop die Bagger." Und wenn das die für die Lärmschutzmaßnahmen wären, freut's die Welheimer.

Der Landesbetrieb Straßenbau stellte die bekannte Pläne für Bottrop vor. Das heißt vor allem: etwas nach Osten verlegte Trasse, Abschaffung der vielen Kreuzungen mit den Stadtstraß?en zugunsten von Auffahrten. Prosperstraße, Horster Straße und die Straße "Im Gewerbepark" werden mit Brücken über die neue A 52 geführt. In Höhe der Gungstraße bleibt der Fußweg, dort wird es keine Auffahrt zur neuen Autobahn geben. Der Lippenshof wird über Essener Gebiet erschlossen. Der Verkehr aus dem Gewerbepark wird zur Boymannsheide und von dort zur Autobahn geführt.

Dass die Nachbarstädte Essen und vor allem Gladbeck und Gelsenkirchen Kritik an der Trasse durch ihre Städte äußern, tangiere die Bottroper Planung überhaupt nicht, betonte der Landesbetrieb.

Erfreulich, dass das lärmgeplagte Welheim als Schutz einen 5,50 m hohen Erdwall mit einer 4,50 m hohen Lärmschutzwand oben 'drauf bekommt in dem Abschnitt zwischen Güter- und Zechenbahn. Lärmschutz gibt es auch für die Boymannsheide und im Bereich Walter-Spindler-Straße - dort abgespeckt, weil kein Platz sei für Wall und Wand. Nach dem Planfeststellungsverfahren wird es eine Info-Veranstaltung für die Bürger geben.

Von Helga Pillar

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