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Lärmschutz Ebel: Ruhe an der Bahn

06.09.2010 | 17:29 Uhr
Lärmschutz Ebel: Ruhe an der Bahn
Am Ende der Haßlacher Straße soll eine Lärmschutzwand gebaut werden.Die Anwohner fühlen sich durch den Bahnverkehr belästigt. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool

Bottrop.In Ebel soll es leiser werden: An der Bahnstrecke Gerschede-Bottrop gleich vorn in der Nähe der Borbecker Straße im Hintergelände der Haßlacher Straße soll ein rund 350 Meter langer und drei Meter hoher Lärmschutz direkt an die Gleise gesetzt werden.

Ebel ist durch Lärm stark beeinträchtigt. Die A 42 und die Borbecker Straße sind laut, vor allem aber ist es auch der Schienenverkehr auf der Güterbahnstrecke zwischen Essen-Gerschede und dem Bottroper Güterbahnhof.

Der Lärm wird immer wieder als Entwicklungshemmnis für Ebel als Wohnstandort genannt. Eine Lärmschutzwand entlang der Borbecker Straße gibt es schon - jetzt soll eine weitere kommen.

Die würde aber nicht nur den Lärm von Straße und Schiene abmildern, sondern auch vom nahen Gelände der MC Bauchemie.

Im Falle einer Erweiterung der MC Bauchemie könnte durch eine Lämschutzwand die Einhaltung der Immissionsrichtwerte an der Wohnbebauung sichergestellt werden. Derzeit stünden die hohen Werte einer Erweiterung des Betriebes entgegen.

Die Bauausführung der Maßnahme, die nur gleisgebunden durchgeführt werden könnte, ist für den Jahresbaubetriebsplan 2012 bei der DB Netz AG angemeldet worden.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf 934000 Euro. Seitens des Umweltministeriums ist eine 80prozentige Förderung in Aussicht gestellt worden. Somit liegt der Eigenanteil der Stadt bei rund 186900 Euro. Mit einem Zuwendungsbescheid wird noch in diesem Jahr und auch noch in diesem Quartal gerechnet.

Die Stadt ist ganz optimistisch und misst dem Lärmschutz große Bedeutung bei: Die Attraktivität Ebels werde gesteigert, neue Bevölkerungsschichten angezogen, die Kaufkraft werde gestärkt, die Ansiedlung von Lebensmittelversorgern gefördert, der (bislang aus Lärmschutzgründen abgelehnte) Bau neuer Häuser z.B. an der Haßlacher Straße könne die Wohnraumnachfrage decken.

Helga Pillar

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