Kunstrasen wirbelt Staub auf
21.06.2010 | 17:08 Uhr 2010-06-21T17:08:00+0200
Ende des Jahres wird es noch einmal eine Bewertung der Sportplätze geben, für die ein Kunstrasen gewollt wird. Wie berichtet, ärgert sich speziell der SV Vonderort.
Er steht in der Prioritätenliste weit unten, obwohl Zusagen für die Umgestaltung des Platzes aus einer Zeit lange vor Aufstellung der Liste datieren.
Lärm und vor allem Staubbelästigungen gehen von Ascheplätzen wie dem Vonderorter aus. Wie berichtet, haben sich auch schon Anwohner des Vonderorter Platzes über die sommerliche Staubbelästigung beschwert und können sich vorstellen, dass diesem Übel mit einem Kunstrasenplatz abgeholfen werden kann. Konzertierte Aktion, den Vonderorter Wunsch durchzudrücken? „Vorsicht“, warnt Gerd Kießlich, Leiter des Sport- und Bäderbetriebs. Der Schuss könnte nach hinten losgehen.
Und auch den Flankenschutz, den jetzt ein Leser den Vonderortern bietet, indem er auf die Chance hinweist, mit einer Klage vor Gericht gar zu staubfreiem Spielbetrieb auf Kunstrasen zu kommen, sieht Kießlich nicht unbedingt. Im Extremfall könnten nämlich Plätze geschlossen und für den Spielbetriebe andere, entferntere Gelegenheiten angeboten werden. Mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie möglichen Einnahmeverlusten im gastronomischen Bereich durch Nichtnutzung des eigenen Vereinsheims.
Vorschlag: Verein soll den Platz wässern
„Den Platz wässern, damit es nicht so staubt“, sagt Kießlich. Und das sei z.B. auch dem SV Vonderort aufgetragen. Dass - wie der Verein argumentiert - der Wasserdruck nicht ausreichend sei, „haben wir überprüft, das ist nicht so.“ Ein Tennenplatz brauche ohnehin viel Wasser, „sonst reißt er auf.“ Um die Wasserkosten müsse sich der Verein auch keine Gedanken machen, „diese Kosten trägt die Stadt“. Die Arbeitskosten, nun ja: „Der Verein erhält von uns eine Pauschale für die Platzpflege.“ Vergeben oder im Ehrenamt pflegen, das bleibe dem Verein überlassen. Getan werden müsse die Arbeit - „im Extremfall müssten wir die Pauschale kürzen.“
Um die Staubbelastung niedrig zu halten, gehe man schon mit Bedacht vor, so der Sportsamtsleiter: „Wir verwenden nur Asche einer bestimmten Körnung mit geringen Schwebanteilen. Aber zu grob darf sie auch nicht sein wegen der dann größeren Verletzungsgefahr bei Stürzen.“
Das Staubproblem in Vonderort sei in den Griff zu bekommen, glaubt Kießlich. Was die rechtliche Seite anbelangt, so ist er vorsichtig: „Für Lärm gibt es Richtwerte - für Staubbelästigung nicht.“
Der Staub ist nicht nur in Vonderort ein Problem, auch an anderen Plätzen. Und die Häufigkeit von Bürgerbeschwerden geht dann sogar ein in die Bewertungsskala für die Entscheidung, welcher Verein wann einen Kunstrasen bekomme. Das wichtigste Kriterium für die Rangordnung sei schon der Spielbetrieb - also wieviele Mannschaften und damit Spiel- und Trainingszeiten so ein Platz vertragen müsse. Aber auch die Belästigung der Umgebung und dabei die Lage des Platzes - im Wohn- oder Gewerbegebiet - spiele eine Rolle.
20:10
Herr Seifert,
was kostet ein Kubikmeter Frischwasser, dazu die Sprinkleranlage - das ganze multipliziert - das ist auch nicht ganz billig.
Und sind die Talsperren mal leer, sind sie der erste der verdurstet.
Herr Kießlich redet sich nur raus, ein Angebot hat er dem SV V noch nicht unterbreitet. Sein Haushalt im Sport- und Bäderbereich ist dünn wie alle anderen Haushalte der Stadt auch.
Wichtich iss sich öffentlich zu äußern!
Es sollten sich die wichtigen Leute an einen Tisch setzen und alles erforderliche in die Wege leiten.
Leider wird uns das Thema und das Gejammer noch länger begleiten
17:23
Es nimmt langsam groteske Formen. Kaum ist der SV Vonderort von der Rangliste zur Erstellung eines Kunstrasenplatzes zurückgestuft worden, beginnen die Probleme mit der Staubbelästigung durch den Aschenplatz.
Anscheinend wird nun jedes Mittel genutzt um Vorteile für die Eigene Sache zu machen.
(DR. Marlboro hat auch immer gesagt „ Rauchen ist nicht gesundheitsschädigend). Soviel zu zur Vorteilnehmung in eigener Sache.
Herr Kießling hat dem SV Vonderort aber einige sehr gute Möglichkeiten aufgezeigt, um den Spielbetrieb vorerst auch ohne Kunstrasen aufrecht zu erhalten.
17:21
Mein Gott, es ging doch Jahrzehnte so ist und jetzt ist der SKANDAL, dass die Vonderorter nicht bekommen was ihnen monarchische Sozialdemokraten versprochen haben.
Besonders schlimm aber finde ich, dass die Asche jetzt die Anwohner urplötzlich belästigt, was bei ihrem Einzug nicht zu erwarten war.
Böse, überraschende Asche, brilliante brave Sozialdemokraten.
12:44
Alle brauchen dringend einen (Kunst)Rasenplatz! Denkt man eigentlich an die Gesundheit der Spieler?
Es wurde und wird alles zerredet, die Veranwortlichen sollen mal darüber nachdenken. Wohin mit der Jugend?
Vonderort traute sich und hat öffentlich über die WAZ eine Spielgemeinschaft angeboten. Sind der Stolz und die Gier hier ausschlaggebend oder die rote Asche?
Aus zuverlässiger Quelle - es hat sich nur ein Verein gemeldet!
Wässern allein genügt auch nicht, wenn dem Verein nix kostet, dann auf jeden Fall dem Steuerzahler. Hauptsache Kulturhauptstadt
22:34
nicht zerreden, die politik sollte endlich handeln. in der nachbarstadt oberhausen- die reichste Stadt von Deutschland- hat schon reichlich kunstrasenplätze der neusten Generation. was in oberhausen geht sollte in bottrop erst recht gehen.