Kunst und Heimatkunde hautnah

Am Sonntag fand ein Internationaler Museumstag im Josef Albers Museum Quadrat statt.
Am Sonntag fand ein Internationaler Museumstag im Josef Albers Museum Quadrat statt.
Foto: FUNKE Foto Services

Bottrop..  Seine gelungene Mischung aus Kunst, Natur- und Heimatkunde präsentierte das Josef Albers Museum Quadrat am Sonntag in einem besonderen Rahmen: Anlässlich des Internationalen Museumstages gab es neben den ständigen Ausstellungen auch noch ein interessantes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Schon zum 38. Mal fand der international gefeierte Museumstag statt - für das Josef Albers Museum Anlass, sich ausgiebig mit seinem Namensgeber und dessen Lebenswerk zu befassen. Wer war eigentlich Josef Albers? Und wie sind seine Arbeiten entstanden? Fragen, die beispielsweise in verschiedenen Filmvorführungen über den Künstler und Bottroper Ehrenbürger beantwortet wurden. Zu sehen waren unter anderem einige Interviews mit Josef Albers sowie eine Dokumentation unter dem Titel „Art is everywhere“, die sich vor allem näher mit dem Stil und den von geometrischen Objekten geprägten Werken des in den Vereinigten Staaten zu Weltruhm gelangten Künstlers beschäftigte.

Nach der Mittagszeit wechselte das Thema, und es bot sich dann für Familien die Gelegenheit, das Museum näher kennenzulernen: Bei der „Eiszeit zum Anfassen“, einer Familienführung durch die Ausstellungen für Ur- und Ortsgeschichte, konnten Ausstellungs-Objekte wie Mammutzähne, Tierknochen sowie diverse weitere Gegenstände nicht nur angesehen, sondern auch einmal ertastet werden. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit aber auch einfach für einen eigenen Rundgang, so wie die Besucherin Sonja Handke, die einen Streifzug durch den Skulpturenpark unternahm: „Der Museumstag bietet einfach einen tollen Anlass, mal wieder das Museum zu besuchen. Leider gerät dieses tolle Angebot ja im Alltag immer mal wieder ein bisschen in Vergessenheit,“ so die Kunstinteressierte. „Dabei entdeckt man hier immer wieder etwas Interessantes“. Bei einer vom Museum angebotenen Führung durch den Skulpturengarten bot sich schließlich auch die Gelegenheit, die Skulpturen mit fachkundiger Begleitung auf sich wirken zu lassen.

Anschließend war nicht mehr die Kunst, sondern die Natur Thema: Bei einer kleinen Exkursion durch den Museumspark wurde die dort heimische Pflanzen- und Tierwelt einmal genauer betrachtet. Der Nachmittag stand dann wieder ganz im Zeichen der Kunst: Zunächst bei einem Vortrag über die Bedeutung von Josef Albers für das Museum und anschließend auch bei einer von Museumsdirektor Dr. Heinz-Liesbrock begleiteten Führung durch die nur noch einige Tage im Museum zu sehende Ausstellung „Calle de Madrid“, in der die Werke des Künstlers Ricardo Saro gezeigt werden.