Kulturrucksack wird deutlich dicker

Frank Pinnow (Sparkasse) überreicht den prall gefüllten Kulturrucksack an Kerstin Mallwitz und Dana Brüning (r.) von der Kulturwerkstatt.
Frank Pinnow (Sparkasse) überreicht den prall gefüllten Kulturrucksack an Kerstin Mallwitz und Dana Brüning (r.) von der Kulturwerkstatt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Kulturrucksack-Projekt erreichte im letzten Jahr über 500 junge Bottroperinnen und Bottroper zwischen zehn und 14 Jahren - zehn Prozent der Einwohner dieser Altersgruppe. In den nächsten Tagen werden erneut 5077 Jugendliche angeschrieben und erhalten das Programm persönlich per Post. Das Angebot wurde erweitert.

Bottrop..  Der Kulturrucksack wird in diesem Jahr neu gepackt - und er wird noch einmal dicker sein als in 2014. „Im vergangenen Jahr nahmen an 25 kreativen Kursen und Workshops gut 500 junge Bottroper zwischen zehn und 14 Jahren teil“, sagt Kerstin Mallwitz von der städtischen Kulturwerkstatt, die das Projekt organisiert. Gefördert vom Land und der hiesigen Sparkasse - die mit 10 000 Euro dafür sorgt, dass alle Angebote für alle auch kostenfrei stattfinden können - haben die Kulturwerker an der Blumenstraße, das Stadtarchiv, die Musikschule aber auch Jugendamt und Innovation City ab dem 20. März das Kulturrucksack-Angebot nun auf 36 Kurse aufgestockt.

„In wenigen Tagen haben alle 5077 Bottroperinnen und Bottroper zwischen zehn und 14 Jahren das Programm im Briefkasten, denn wir setzen darauf, die Jugendlichen persönlich anzuschreiben“ sagt Andreas Kind. Der Leiter der Kulturwerkstatt, die das Kulturrucksack-Angebot koordiniert, ist stolz darauf, das immerhin etwa zehn Prozent der angesprochenen Jugendlichen aus Bottrop an dem Programm teilnehmen.

Das spiegelt sich auch in dem erweiterten Angebot wider, dass im kommenden Monat beginnt. Neu wird beispielsweise die Produktion eines Trickfilms aus Knetfiguren sein, ein DJ-Workshop, dessen Teilnehmer auch bei der „Langen Nacht der Jugendkultur“ am 26. September im Kulturzentrum ihren Auftritt haben werden, oder Besuche mit Jugendlichen zu einem Theater und Museum der Region, wo man auch einmal hinter die Kulissen kann, oder ein Zeichen- und Malworkshop auf der Straße. „Wir hoffen, dass wir in diesem Jahr weniger Jugendliche nach Hause schicken müssen, weil der gewählte Kurs oder Workshop voll ist“, sagt Kerstin Mallwitz vom Organisationsteam des Kulturrucksacks.

Musikalische Themen, wie die Mädchenband, der Workshop „Die Zukunft rocken“ oder freie Improvisation werden von der Musikschule besetzt, so Dozentin Julia Knorr-Urban. Das Bottroper Stadtarchiv ist ebenfalls mit zwei angeboten vertreten: Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ geht es um die Vorstellungen, die sich frühere Generationen von ihrer Zukunft machten. Ganz handfest wird es dann, wenn es um Wappenkunde und darauf basierend die Erstellung eines eigenen Familienwappens geht.

Während die Bibliothek zum Beispiel das Computerspiel „Erebos“ anbietet, dass sogar in die Realität eingreifen soll, geht es in den vier Workshops von Karin Thielemann bei Innovation City ganz konkret darum, ein eigenes nachhaltiges Energiehaus zu entwerfen.

Aus einem ganz anderen Kreislauf stammt die Fördersumme der Sparkasse: Die wurde nämlich aus den Losen der Sparlotterie bestritten, von denen das Institut etwa eine halbe Million pro Jahr verkauft. „Im Grunde fördern hier die Bottroper soziale Bottroper Projekte“, sagt Sparkassensprecher Frank Pinnow.

Anmeldungen unter Tel.: 02041/ 70-3893 /-3881 oder per E-Mail: kulturrucksack@bottrop.de