Kreative Jungmusiker sind nun gefragt

Eberhard Kreck (Volksbank), Johannes Brockmann (Förderverein), Ingo Brzoska und Jürgen Slak (Musikschule) stimmen sich auf den Wettbewerb ein.
Eberhard Kreck (Volksbank), Johannes Brockmann (Förderverein), Ingo Brzoska und Jürgen Slak (Musikschule) stimmen sich auf den Wettbewerb ein.
Foto: Michael Korte
Der „Instrumentalwettbewerb für Kinder und Jugendliche“ startet zum sechsten Mal. Die Anmeldephase für das November-Event hat heute begonnen.

Bottrop..  „Jedes junge Talent kann mit einem Instrument – das Töne erzeugt – teilnehmen“, sagt Musikschulleiter Jürgen Slak mit einem Lächeln. Er weiß: Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Bottroper Jungmusiker beim „Instrumentalwettbewerb für Kinder und Jugendliche“ aufspielen und auf der Bühne ihr Bestes geben. Ab heute laufen die Anmeldungen für das Event, das am 26. und 27. November sowohl im Kulturzentrum August Everding als auch in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums stattfindet. Es wird seit 2001 alle drei Jahre für örtliche Bühnenkünstler vom Förderverein Musikschule und der Volksbank Kirchhellen ausgeschrieben; die Musikschule ist für die Organisation und Ausrichtung zuständig.

„Zum sechsten Mal wollen wir die Jugend bei so einem wichtigen Ereignis unterstützen und innerhalb der Stadtgrenzen ansprechen“, betont Johannes Brockmann, Vorsitzender des Fördervereins Musikschule. „Das gemeinsame Musizieren steht im Mittelpunkt. Alle Mädchen und Jungen – die ein Instrument spielen oder singen können – sollen sich beteiligen.“, ergänzt ihn Musikschulleiter Ingo Brzoska.

Bis zum Alter von 19 Jahren kann jeder am Wettstreit teilnehmen, egal ob er mit einer E-Gitarre, einer Flöte oder einem Cachon auftritt. In drei Altersgruppen geht es in drei unterschiedlichen Formen von Besetzungen los: Egal ob Duo, Trio oder Quartett – jede Konstellation ist willkommen. Nur die Kategorie „Gesang“ ist eine Solokategorie, bei der ein Pianist oder Gitarrist den Sänger begleitet. Ein Zeitlimit der Beiträge, die am 26. November bei den Wertungsspielen präsentiert werden, ist vorgeschrieben: Acht bis zehn Minuten hat jeder Künstler auf der Bühne Zeit.

Urkunden und Geldpreise

„Die Musikrichtung spielt bei dem Wettbewerb keine Rolle. Es muss nicht immer klassisch sein“, hebt Brzoska hervor. „Es ist auch schon mal passiert, dass zwei Jugendliche mit ihrer E-Gitarre aufgetreten sind und Hard-Rock gespielt haben“, sagt Slak. Dies sei keine Ausnahme, denn der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt. Jeder solle das aufführen, was er kann und wozu er Lust hat. Der Spaß stünde im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Um die 100 Kinder und Jugendliche nehmen alle drei Jahre an dem „Instrumentalwettbewerb“ teil und zeigen in knapp 50 Beiträgen, was sie können. Jeder der bei der Veranstaltung mitmacht, erhält eine Urkunde; mindestens drei Geldpreise schreiben der Förderverein Musikschule und die Volksbank Kirchhellen in jeder Kategorie aus. Insgesamt 2000 Euro Preisgeld stellen die Veranstalter zur Verfügung, die eine Jury nach persönlichem Ermessen auf die besten Beiträge verteilt.

„Das Jury-Team soll möglichst neutral sein. Deswegen wird niemand, der an der Organisation beteilig ist, werten. Leitungskollegen der Musikschulen aus den Nachbarstädten bilden das Preisgremium“, erklärt Musikschulleiter Brzoska.

Große Nachfrage

In den letzten Jahren hat sich am Grundkonzept des Wettbewerbes für Jungmusiker nicht viel getan: Es gab leichte Veränderungen in einzelnen Kategorien, die offener gestaltet wurden. Mehr Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren interessieren sich für das Konzept, als Jugendliche ab 16 Jahren.

Nach Angaben der Musikschule ist die Veranstaltung ein Stück weit gewachsen: „Wir müssen das Teilnahmelimit leider auf 60 Beiträge beschränken. Wer teilnehmen will, sollte sich jetzt schon über eine Anmeldung Gedanken machen.“