Kommt ein Uhu geflogen . . . „Fritz“ zu Besuch im Altenheim

„Fritz“ der Uhu ist mit Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp zu Besuch im Seniorenzentrum „Schattige Buche“. Er beeindruckt die Senioren genauso so wie die Kinder der Awo-Kita.
„Fritz“ der Uhu ist mit Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp zu Besuch im Seniorenzentrum „Schattige Buche“. Er beeindruckt die Senioren genauso so wie die Kinder der Awo-Kita.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
„Fritz“ beeindruckt Kinder und Senioren gleichermaßen bei seinem Besuch in der „Schattigen Buche“ zusammen mit Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp.

Bottrop..  „Fritz“ der Uhu sitzt gelassen auf dem Arm der Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp und zieht alle Blicke auf sich. Es stört ihn nicht, von so vielen Augenpaaren angestarrt zu werden. Fritz ist gerade zu Besuch im Awo-Seniorenzentrum „Schattige Buche“. Rings um die Falknerin herum sitzen die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheimes und zwischendrin ihre ganz jungen Gäste. Die Kinder der Kita „Hand in Hand“ sind sichtlich beeindruckt von diesem großen nachtaktiven Jäger, dem man seinen Jagdinstinkt gerade so gar nicht ansieht.

Auch das Frettchen, das Sabine Ehmanns-Kramp als nächstes hervorholt, sieht richtig niedlich und völlig harmlos aus. „Wie ein Teddybär“, meint sie und hält das Tier Senioren und Kindern zum Streicheln hin: „Aber nur am Rücken oder am Bauch“ warnt sie, denn alles andere könnte gefährlich für die Finger werden. Frettchen haben scharfe Zähne „und richtige Krallen“, wie eine alte Dame feststellt, als sie dem Tier behutsam die Hand auf den Kopf legt.

„Schauen Sie, wie aufmerksam sie jetzt ist“, freut sich Heimleiter Hartmut Skrok. Wie viele andere Bewohner seines Hauses ist auch diese alte Dame dement. Im Kontakt mit den Tieren leben die sonst oft in sich gekehrten alten Menschen auf, erinnern sich an früher. Freude und Abwechslung ins Leben der Bewohner des Seniorenzentrums bringen auch die Kinder der Kita „Hand in Hand“, mit der das Heim schon seit rund eineinhalb Jahren kooperiert.

Kooperation mit der Awo-Kita

„Wir besuchen uns gegenseitig“, erzählt Kita-Leiterin Claudia Wetzke, die mit sieben Kindern gekommen ist. Vier- bis Sechsjährige sind mit dabei, die schon besser verstehen können, warum manche der alten Menschen verwirrt sind. „Die Kinder besuchen die Senioren gerne“, erklärt sie. Viele haben keine Großeltern oder die leben weit entfernt.

Falknerin Sabine Ehmanns-Kramp hat inzwischen schon die Schleiereule „Charlotte“ geholt. Charlotte kommt auf einen Pfiff hin angeflogen und landet auf der mit einem dicken Handschuh geschützten Kinderhand. Zur Belohnung bekommt sie ein Küken. Im Hintergrund wartet schon der Jagdhund „Emil“ ungeduldig auf seinen großen Auftritt. Die Kinder verstecken ihm Dummys, wie einen fünf Kilo schweren „Fuchs“. Klar: Emil findet ihn in Null Komma nix.