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Kokerei sieht sich auf der Gewinnerstraße

05.02.2012 | 19:28 Uhr
Kokerei sieht sich auf der Gewinnerstraße
Kokerei-Chef Markus Masuth (links) beim Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger der SPD im Gespräch mit Oberbürgermeister Bernd Tischler und der AGS-Vorsitzenden Susanne Brefort. Foto: Birgit Schweizer

Bottrop. „In Bottrop wird Weltklasse-Koks erzeugt“, machte Markus Masuth, Geschäftsführer der Kokerei Prosper, den gut 150 Unternehmern und Gästen aus Wirtschaft und Politik beim Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger in der SPD (AGS) klar. Die Kokerei war zum 1. Juni vorigen Jahres durch das indisch-französische Unternehmen ArcelorMittal übernommen worden – mit 270 000 Mitarbeitern auf der ganzen Welt ist es der führende Stahl- und Bergbaubetrieb.

Masuth bezeichnete diese Übernahme als eine „Win-Win-Situation“ für alle, für die RAG, ArcelorMittal sowie für den Standort an der Prosper-straße: „Wir wollen die 500 Mitarbeiter in Bottrop in die Zukunft tragen“, versprach der Geschäftsführer, und er lobte die Belegschaft der Kokerei Prosper: „Alle Mitarbeiter sind sehr zuversichtlich und konstruktiv an diese neue Situation herangegangen.“

Der Kokerei-Geschäftsführer erklärte den Gästen in der Gastwirtschaft „Cottage“ an der Herzogstraße den Produktionsweg des Kokses, der zurzeit an Hochofenstandorte in Duisburg und Bremen geliefert wird. Die Kokerei wolle weiter an der Reduzierung der Emissionen arbeiten und dabei einen regen Dialog mit Nachbarn und Bürgern führen, sicherte Masuth zu.

Partner-Netzwerk

Im Rahmen des 3. Neujahrsempfangs der AGS hatten sich Unternehmer und Vertreter aus Politik und Wirtschaft am Rande des Köllnischen Waldes getroffen, um in lockerer Runde ins Gespräch zu kommen – Netzwerk-Knüpfungen ausdrücklich erwünscht. So warb Oberbürgermeister Bernd Tischler für einen Beitritt zum Partner-Netzwerk der Innovation City. „Angesprochen sind alle Unternehmen, die im Bereich Gebäudesanierung und erneuerbare Energien tätig sind“, erklärte Tischler, „die Partner beraten und empfehlen sich weiter. Das ist eine große Chance für die Wirtschaft und die teilnehmenden Unternehmen.“ Tischler betonte außerdem die Wirkung nach außen: „Der Stadt und der lokalen Wirtschaft sind enorme Schritte nach vorn gelungen. Die Außenwahrnehmung hat sich sehr gesteigert, und das nur im positiven Sinne.“

„Innerhalb von drei Jahren hat sich unser Neujahrsempfang zu einer richtigen Tradition entwickelt“, freute sich AGS-Vorsitzende Susanne Brefort. Ein kurzes „Update“ in Sachen Wirtschaft und Politik auf Stadt- und Landesebene gab es noch obendrauf. Denn auch die SPD-Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper betonte den hohen Stellenwert einer Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie: „In letzter Zeit ist dabei der Fokus auf kleinere Unternehmen gefallen“, berichtete sie, „es wurde erkannt, dass kleinere Unternehmen flexibler sind und sie auf Entwicklungen schneller reagieren können. Klimaschutz bietet ihnen viele Möglichkeiten.“

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Kommentare
06.02.2012
01:08
Kokerei sieht sich auf der Gewinnerstraße
von Bohrhammer | #1

ArcelorMittal will die Kokerei aber mit weniger Mitarbeiter fahren, da bleiben also keine 500 Mitarbeiter übrig.

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