Klinik-Protest: In Bottrop-Vonderort fehlen 105 Stellen

Am Knappschaftskrankenhaus demonstrierten die Mitarbeiter gegen die knappe Personalsituation in deutschen Krankenhäusern.
Am Knappschaftskrankenhaus demonstrierten die Mitarbeiter gegen die knappe Personalsituation in deutschen Krankenhäusern.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mitarbeiter unterstützen bundesweite Verdi-Aktion zur Schaffung von Stellen. Betriebsrat des Knappschaftskrankenhauses fordert gesetzliche Regelung.

Bottrop..  Am Knappschaftskrankenhaus beteiligten sich am Mittwoch rund 100 Beschäftigte der Einrichtung an einer von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bundesweit ausgerufenen Aktion. Der Protest richtete sich dabei gezielt an die Politik, die sich mittels Gesetz endlich der Personalknappheit in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen annehmen solle. Auslöser für die Aktion war eine von der Gewerkschaft durchgeführte Erhebung, der zufolge in deutschen Gesundheitseinrichtungen insgesamt rund 160 000 Vollzeitstellen fehlen würden.

Um Punkt 13 Uhr, zeitgleich mit dem Beginn einer Konferenz der Bundes- und Landesgesundheitsminister in Bad Dürkheim, versammelten sich die Mitarbeiter am Knappschaftskrankenhaus in Vonderort vor dem Gebäude der Klinik und hielten dabei Plakate mit Zahlen in die Luft: Jede der fortlaufenden Nummern sollte dabei eine der fehlenden Stellen in deutschen Gesundheitseinrichtungen symbolisieren. „Laut den aktuellen Vorgaben ist für unsere Einrichtung im nächsten Jahr nur eine zusätzliche Pflegekraft vorgesehen. Das ist einfach lächerlich und viel zu wenig“, so der Vorsitzende des Betriebsrates, Michael Kolorz. Insgesamt, so erklärte der Vorsitzende, würden alleine am KKH schon jetzt rechnerisch 105 Stellen fehlen. Kolorz bemühte auch einen Vergleich mit der Situation in den skandinavischen Ländern: „In Norwegen betreut eine Pflegekraft im Durchschnitt drei Patienten. In Deutschland betreut sie gleich zehn “