Kleine Brückenlösung für die Boy
10.11.2011 | 17:45 Uhr 2011-11-10T17:45:00+0100
Bottrop. Am guten Willen der Politik kann’s jetzt nicht liegen: Für die abrissreife Brücke Lütkestraße soll es so schnell wie möglich Ersatz geben.
Da sind sich alle Parteien einig. Es deutet sich jetzt an, dass es kurzfristiger und günstiger als gedacht zumindest eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer geben kann - als dauerhafte, nicht als provisorische Lösung.
Eigentlich hatte es für eine neuen Brücke im nächsten Jahr nur erst Planungskosten von 15 000 Euro geben sollen, im Jahr 2013 dann 870 000 Euro für einen Neubau. Weil die Brücke aber aus Sicherheitsgründen schon im nächsten Monat abgerissen werden muss, bliebe die wichtige Verbindung im Stadtteil noch für lange Zeit unterbrochen.
Nun bestünde die Möglichkeit, Provisorien zu bauen: eine reine Fußgänger- und Radfahrerbrücke für 50 000 Euro, eine Brücke, über die auch Pkw fahren könnten, für 150 000 Euro. Beide Varianten seien aber nicht förderfähig, stellte der Technische Beigeordnete Norbert Höving fest und Probleme in Aussicht. Angesichts der Haushaltslage würde die Kommunalaufsicht die Pläne gründlich prüfen.
Es bestehe jetzt aber die Möglichkeit, eine Brücke doch gefördert zu bekommen und zwar über ein Sonderprogramm zum kommunalen Radwegebau. Das würde aber bedeuten, dass man nur die Fuß- und Radwegeverbindung schafft, keine für Pkw. Und die Stadt müsste sich mit einem Anteil von 20 bis 25 Prozent beteiligen.
Auch wenn so eine Brücke kommt, muss sie als Investition von der Kommunalaufsicht geprüft werden. Dies Prüfverfahren findet aber erst dann statt, wenn ein Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung erteilt werden könnte und der Freigabeantrag der Stadt zur Eigenanteilsfinanzierung der Kommunalaufsicht vorgelegt wird, betont Norbert Höving.
Wichtige Verbindungim Stadtteil
Das vor allem im Hinblick auf das Vorpreschen von DKP-Ratsherr Michael Gerber, der offenbar Kontakt zur Kommunalaufsicht in Münster, nicht aber zur Fachabteilung der Bezirksregierung aufgenommen hatte - wie es aber die Stadt getan hatte. Höving im Hauptausschuss: „Wir brauchen vor dem Gang nach Münster aber einen Beschluss.“
Der könnte Anfang Dezember im Bezirk fallen. Denn das Tiefbauamt wird für die Sitzung der Bezirksvertretung Süd ausarbeiten, wie man sich die förderfähige Fuß- und Radwegebrücke denken könnte. Und was diese dauerhafte Lösung kostet. Wenn Verfahren und Bau noch zu lange dauern, scheint auch ein Provisorium im Vorgriff denkbar. An Münster, und zwar an den Regierungspräsidenten, haben sich jetzt auch die SPD-Ratsmitlgieder und die SPD-Bezirksvertreter aus der Boy gewandt und machen sich für die Brücke stark. Sie bitten iden Regierungspräsidenten, sich für eine Förderung zumindest einer neuen Fußgänger- und Radfahrerbrücke („Radweg mit überörtlicher Bedeutung“) einzusetzen.
08:51
Ich bedauere jetzt schon die Anwohner der Lütkestrasse. Wenn die Bauphase sich ebenso in die Länge zieht, wie die Erneuerung der Brücke an der Horsterstr. in der Boy, dann herzlichen Glückwunsch.
22:20
Diejenigen, die für die Fassade vom Heinrich-Heine verantwortlich sind, sollten mal einen Monat lang jeden morgen von der Liesenfeldstraße zum Briefkasten an der Ecke Heimann-Reulstraße gehen. Mal gespannt, wie lange das gut gehen würde. Eventuell könnte man ja auch das Kunstwerk, daß im letzten Jahr angeschafft wurde (die 4 bunten Bretter) mit Einwilligung der Sponsoren verkauft werden, dann hätte man schon mal 80.000 Euro. Wenn die Brücke im Dezember abgerissen werden soll, endet das wieder damit, daß abgesperrt und evtl. angefangen wird, weil dann aber Frost und Schnee zu erwarten ist, die Arbeiten erst im Frühjahr wieder aufgenommen werden.
Bis dann mal eine neue Brücke steht, vergehen Ewigkeiten.
Ich habe jedenfalls noch nichts knacken gehört und kann mir auch nicht vorstellen, daß sie von heute auf morgen gesperrt und abgerissen werden muß.
Die Schildbürger lassen grüßen.