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VfB-KarneBall

Wo den Herren Halswirbel wachsen

14.02.2010 | 17:48 Uhr
Wo den Herren Halswirbel wachsen

Bottrop.„VfB Helau“ hieß es zum 39. Mal bei der Karnevalsfete des VfB Kirchhellen, seit einigen Jahren „KarneBall“. Pünktlich um 20.11 Uhr zog am Samstag der Elferrat um Peter Voßbeck in den Festsaal ein.

VfB Helau“ hieß es zum 39. Mal bei der Karnevalsfete des VfB Kirchhellen, seit einigen Jahren „KarneBall“. Pünktlich um 20.11 Uhr zog am Samstag der Elferrat um Peter Voßbeck in den Festsaal ein. Jecken in „Bugs Bunny“ Kostümen, als Papageien, Rockstars, Priester oder auch als „Cindy aus Marzahn“ schunkelten, klatschen und tanzten sogar auf den Tischen zu Hits der fünften Jahreszeit, dargeboten von der „Blue Moon Band“ aus Ratingen.

Für „Nachwuchs“-Stimmung sorgte die Tanzgruppe der KG Boy. Denn dem ein oder anderen männliche Besucher schien ein zusätzlicher Halswirbel zu wachsen. Ob in kurzen Röcken, engen Hosen oder durchsichtigen Oberteilen; ob zu Songs wie „Du kannst nicht immer siebzehn sein“, „I am what I am“ oder Frank Sinatras „New York, New York“, die jungen Frauen machten eine echt gute Figur.

„Dat zappelige Danzmarieschen“

Etwas weniger sexy, dafür umso mehr ein Stimmungsgarant war die Gruppe „Narrbizarr“. Das Trio aus Köln-Kalk unterhielt mit Comedy Gesang und Tanz. Während sonst zu Karneval alle Themen des Jahres aufs Korn genommen werden, machen sich die Drei auch über den Karneval selbst lustig. Besonders motiviert war dabei „dat zappelige Danzmarieschen“ Stefan Waltmann, der als Funkemariechen gekleidet, dafür aber mit Schnurrbart, ein bisschen aussah wie „Wolle“ Petry.

Ein wenig unterzugehen schien zu Beginn der Auftritt von „Hausmeister Bolle“, was eigentlich Schade war, denn mit Taschentricks und klassischen Büttenreden zeigte er selbst viel Spaß an der Sache. Doch mit Sprüchen wie „Das Lieblingsgetränk der Grafenwälder ist der Absacker“, traf er dann doch den Nerv des Kirchhellener Publikums.

Die Tanzgarde „Blau-Weiß Feldhausen“ heizte der Menge ein, bevor es dann zu einem der Highlights des Programms ging. Die erste Mannschaft des VfB Kirchhellen trat zum mittlerweile fünften mal beim „KarneBall“ auf und zeigte traditionell den Hang zum großen Auftritt. Bei Stadion-Sounds und „Hells Bells“ von AC/DC zogen die Männer um Maik Kuschel in den Saal, das Publikum feierte lautstark mit.

Totengräber, Motorsäge und Pfeffermühle

Passend zum 90. Geburtstag des VfB stellten die Kicker auf komische Art und Weise die Historie des Vereins dar. Und um sich schonmal auf die Feier im Sommer einzustimmen, wollten die Männer den Gästen „zeigen, wie der VfB richtig feiert.“ Dazu wurde auch das Publikum eingeladen, die Fußballer tanzten skurrile Figuren wie den „Totengräber“, den „Maurer“, die „Motorsäge“ oder die „Pfeffermühle“ vor, das Publikum versuchte, diese zu imitieren.

Auch „Eugen und Akkordmalocher“ gehörten zum Programm des Abends, das närrische Duo aus Essen gehört zu den Großen der Karnevalsszene, beim WDR 4 Jeck-Duell setzte es sich sogar gegen die Höhner durch. Die „Flotten Bienen“ der KKG Bottrop amüsierten mit Parodie und Comedy, unter dem Motto „Locker vom Hocker“. Diesem Motto folgten die Besucher beim folgenden Tanzabend. Im Saal gab es Rock, Pop, Oldies und Schlager von der Blue Moon Band. In der Schänke, in der vorwiegend junges Publikum feierte, legte DJ Jörg Backhaus auf.

Die Zuschauer waren rundum zufrieden, so auch Julian Heisterkamp. Der als Malermeister verkleidete Student spielt selbst Fußball beim VfB und kommt jedes Jahr her, weil er „hier immer Gott und die Welt trifft.“

Christian Vooren

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