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Rassegeflügelzüchter

Von Papa lässt sich junger Europameister doch mal helfen

05.02.2012 | 19:26 Uhr
Von Papa lässt sich junger Europameister doch mal helfen
Ehrungen beim Rassegeflügelverein (RGZV) Kirchhellen. Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool

Kirchhellen.Auf der Jahreshauptversammlung des Rassegeflügelzuchtvereines (RGZV) Kirchhellen konnte der Vorsitzende Johannes Dierichs am Sonntagmorgen rund 40 Mitglieder im Saal des Brauhaus Kirchhellen begrüßen. Dabei standen sowohl Ehrungen als auch Neuwahlen auf der Agenda.

Unter der Leitung des ersten Vorsitzenden Johannes Dierichs kann der Verein aktuell auf 101 Mitglieder blicken. 95 Senioren und, das erfreut Dierichs nach eigenen Angaben besonders, sechs Jugendliche Züchter sind aktuell registriert und angemeldet.

Liebgewonnenes Hobby

Dierichs macht keinen Hehl daraus, dass er um die Schwierigkeiten seines liebgewonnenen Hobbys weiß. „Das ist ein Hobby, welches einerseits außergewöhnlich, andererseits auch gewissermaßen schwierig ist“, erklärt der erfahrene Geflügelzüchter, der das Amt des 1. Vorsitzenden seit über zehn Jahren innehat. „Gerade im Ballungsraum hier ist es nicht leicht, solche Tier zu halten“. Das sieht Dierichs als einen der Gründe an, wieso gerade Nachwuchszüchter eher rar sind. Nichts desto trotz blickt man im RGZV Kirchhellen nicht ohne stolz auf vorhandene Eigengewächse. Da ist zum Beispiel Leonard Pastrik. Mit seinen sieben Jahren er schon auf schöne Erfolge zurückblicken. Im österreichischen Rieth wurden er mit seinen Tieren im vergangenen Jahr zum Jugendeuropameister gekürt. „Natürlich helfe ich bei der Pflege und Versorgung noch größtenteils mit“, erklärt der stolze Papa Jens. Im Sommer allerdings versorgt Leonard seine Tierchen selbst, so gut es geht. Und was findet Leonard besonders toll an seinen Tieren? „Die Küken!“, so die blitzschnelle Antwort. Gerade die kommenden Monate dürften Leonard dann besondere Freuden bereiten. „Zwischen Februar und Ostern ist die Zeit der Brut“, weiß Johannes Dierichs.

Für eine Frage sollte Dierichs als Vorsitzender des Vereines doch eigentlich prädestiniert sein. Zwar stammt Dierichs aus einer Familie, in der die Geflügelzucht eine lange Tradition hat, doch die ewig ungeklärte Frage wird es wohl auch weiterhin bleiben: Was war denn nun zu erst da, Ei oder Huhn? „Naja“, schmunzelt Dierichs. „Das wird immer unbeantwortet bleiben.“

Folgende Vereinsmeister wurden in der Jugend ausgezeichnet: Zwergtauben: Lars Schlüter, Tauben: Leonard Pastrik, Ziergeflügel: Marcel Königshausen.

Bei den Senioren gewann Werner Münstermann in der Kategorie Große Hühner, Heinz Körner bei den Zwergen und Jens Pastrik bei den Tauben. Bei den Vorstandswahlen wurde Daniel Marin zum neuen zweiten Vorsitzenden gewählt, neuer erster Kassierer ist Marc Lanfermann.

In der Reithalle

Die Geflügelzüchter planen auch schon fürs Zuchtjahr. So kommt es am 19. August zum traditionellen Hähnekrähen, wo der Hahn, der am häufigsten kräht, ausgezeichnet wird. Die Tierbesprechung ist am 2. September und am 10. November kommt dann der Höhepunkt des Jahres: In der Reithalle kommt es zur großen Rassegeflügelschau.

Kai Kühn

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