Umstrittener Neubauplan für Feldhausen nimmt nächste Hürde

Die Bezirksvertretung Kirchhellen diskutiert über das Neubaugebiet Gertskamp in Bottrop-Feldhausen.
Die Bezirksvertretung Kirchhellen diskutiert über das Neubaugebiet Gertskamp in Bottrop-Feldhausen.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In Feldhausen plant Helmke Immobilien den Bau von 40 Einfamilienhäusern. CDU und SPD signalisieren Zustimmung. Entscheidung fällt im Februar

Bottrop-Kirchhellen.. Das Planungsamt legt der Bezirksvertretung einen neuen Bebauungsplanentwurf „Gertskamp“ vor. Helmke Immobilien will auf den Flächen am Kuhberg 40 frei stehende Einfamilienhäuser auf Grundstücken zwischen 450 und 600 Quadratmetern Fläche bauen. SPD und CDU signalisieren Zustimmung, die Initiative „Zukunft Feldhausen“ dagegen sieht noch entscheidende Fragen ungeklärt.

Karsten Helmke hat mit seinem Immobilienunternehmen ab 2006 entlang der Kapellen- und der Pastor-Abel-Straße 70 Grundstücke für die Bebauung mit Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften verkauft. Inzwischen ist die neue Siedlung fertig gestellt. 2008 hat Helmke nebenan am Kuhberg „auf Grund der ungebrochenen Nachfrage“ eine weitere Fläche erworben. Dort will Helmke ein Wohngebiet mit 40 Einfamilienhäusern entwickeln. Einen entsprechenden Antrag hat das Unternehmen im April 2008 gestellt, seitdem wird über dieses Vorhaben im Ort heftig gestritten.

"Fast alls Baugrundstücke sind bereits reserviert"

Jetzt legt die Verwaltung einen neuen, erweiterten Planentwurf vor, in dem sie auf die Nachfrage hinweist: „Fast alle Baugrundstücke sind bereits reserviert.“ Die Mischwasserkanalisation sei „ausreichend dimensioniert“, das Regenwasser werde in den Grenzbach geleitet. Günter Klosta, Sprecher von „Zukunft Feldhausen“, hält das Entwässerungskonzept dagegen für „völlig unzureichend: Die Pläne stammen aus dem Jahr 1958, die Versiegelung ist seither auf das Dreifache des Geplanten angewachsen.“ Auch für die Abwicklung des Verkehrs sieht er noch keine ausreichende Lösung vorgesehen. Außerdem befürchtet er, dass die Bebauung am Kuhberg noch dichter ausfallen könnte als jetzt geplant.

Kirchhellens CDU-Parteichef Rainer Hürter will der Entscheidung der Bezirksfraktion nicht vorgreifen, sieht aber gute Chancen für eine Zustimmung. Er verweist darauf, dass Karsten Helmke in der seit 2008 laufenden Diskussion den Anwohnern in vielen Punkten entgegen gekommen sei, etwa bei der Zahl der geplanten Häuser. Außerdem sei gerade unter den Feldhausener Bürgern das Interesse am neuen Baugebiet groß sei, wie die Zahl der Grundstückskäufe und der Kaufabsichten belege. Für ihn spielt außerdem eine Rolle, dass durch die Baumaßnahme der Bestand der Schule und der Kindertagesstätte in Feldhausen mittelfristig gesichert werde.

Dieses Argument führt auch Willi Stratmann an. Der Chef der SPD-Bezirksfraktion sagt außerdem: „Generell muss derzeit der Wohnungsbau auf allen Ebenen besonders gefördert werden.“