Stadt appelliert an Eltern: Haltet Abstand

Die Stadt bittet die Eltern der Gregorschüler um mehr Park-Disziplin beim Bringen und Abholen der Kinder.Foto:Michael Korte
Die Stadt bittet die Eltern der Gregorschüler um mehr Park-Disziplin beim Bringen und Abholen der Kinder.Foto:Michael Korte
Was wir bereits wissen
An der Gregorschule häufen sich die Klagen über „Eltern-Taxis“. Stadt reagierte mit einem Halteverbot und denkt über weitere Maßnahmen nach

Die Verkehrsbelastung durch „Eltern-Taxis“ am provisorischen Standort der Gregorschule ist für die Anwohner ein wachsendes Ärgernis. Und nicht nur für sie: Der Bezirksbürgermeister sieht Handlungsbedarf, die SPD in der Bezirksvertretung spricht von einer „mehr als problematischen Parksituation“, die Stadt appelliert an die Eltern, ihre Schulkinder auch mal in weiterer Entfernung abzusetzen oder abzuholen. Gemeinsam mit der Polizei arbeitet die Stadt an einer Lösung nicht nur für die Gregorstraße: „Für alle Schulen in der Stadt brauchen wir eine Idee“, sagt Stadt-Sprecher Thorsten Albrecht. Denn: „Das wird immer schlimmer.“

Aussitzen kann und will die Stadt das Problem an der Gregorstraße nicht. Zwar ziehen die Gregorschüler voraussichtlich nach den Osterferien wieder in das Stammgebäude zurück, das bereits wieder ins Gleichgewicht gehoben ist und eine neue Heizungsanlage bekommt. Doch den Grundschülern folgen vermutlich zum neuen Schuljahr die ersten Sekundarschüler: Zwei Jahre lang sollen sie in den Pavillons unterrichtet werden, bis an der Schulstraße die Umbauten für die Sekundarschule abgeschlossen sind.

Bisher hat die Stadt vor der Schule ein Halteverbot eingerichtet und appelliert an die Fahrer der „Eltern-Taxis“, ihre Kinder nicht bis vors Schultor zu chauffieren. Bis zur Sitzung der Bezirksvertretung am 27. Januar will die Stadt nach Beratung mit den Experten der Polizei einen Vorschlag erarbeitet haben. Entschieden ist noch nichts. Aber es gibt einen Favoriten: „Die Einrichtung eines Elternparkplatzes hat einen gewissen Charme“, sagt Albrecht.

Die Stadt Herne hat dieses Modell im März 2013 an der Schillerschule eingeführt. In enger Absprache haben dort Schule, Elternschaft, Polizei und Stadt in rund 250 Metern Entfernung von der Schule eine „Bringzone“ eingerichtet. „Vom ersten Tag an hat sich die Verkehrssituation vor der Schule entspannt“, sagt Polizei-Oberkommissar Guido Jabusch, beim Polizeipräsidium in Bochum zuständig für die Unfallvorbeugung. Mit der Einrichtung der Parkzone allein war es an der Schillerschule nicht getan: Eltern haben einen Lotsendienst eingerichtet, die Schüler wurden mit Signalwesten ausgestattet, ein Bonus-System schafft zusätzliche Anreize.