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Sozialstation verleiht Rollstühle

12.11.2009 | 18:35 Uhr

Neues Projekt im weißrussischen Mosyr. Klaus Frank von der ARG Grafenwald/Lebenszeichen Tschernobyl brachte ein Dankschreiben des Exekutivkomitees mit.

Die Menschen im weißrussischen Landkreis Mosyr wissen, was sie der Hilfsaktion „Lebenszeichen Tschernobyl” zu verdanken haben. Klaus Frank hat es seit einer Woche Schwarz auf Weiß. Der Grafenwälder Koordinator der Aktion erhielt aus den Händen des stellv. Vorsitzenden des Mosyrer Exekutivkomitees, F.F. Galjuk, ein Dankschreiben – gestaltet wie eine Urkunde und in Leder gebunden.

Das Schreiben ist gerichtet an „Leiter, Mitglieder und Helfer des deutschen wohltätigen Vereins Lebenszeichen Tscher nobyl, ARG Hl. Familie Grafenwald”. Galjuk spricht darin seine Bewunderung aus über „Ihre unversiegbare Energie, Ihre Fähigkeit, sachkundig und zielgerichtet das Geplante zu verwirklichen sowie auch Ihr Wunsch, allen Bedürftigen zu helfen.”

Klaus Frank besuchte die an MS erkrankte Marina. Sie liegt in einem Krankenbett, das die Grafenwälder mitgebracht haben. Foto: privat

Klaus Frank brachte neben der Dankesschrift von seinem neuntägigen Aufenthalt in Mosyr auch eine Reihe Neuigkeiten mit. In einer Art Sozialstation werden in einem neu gestarteten Projekt Rollstühle, Geh- oder Toilettenwagen verliehen. Richtig Farbe gekriegt haben Kindergärten, Schulen und einige Häuser. Mit dem ARG-Konvoi im April kam auch jede Menge Farbe in Mosyr an, eine Spende der Dorstener Firma Henneborn & Wilsberg. „Die Farbgestaltung der Häuser ist allerdings gewöhnungsbedürftig”, lächelt Klaus Frank. Aber auch in den Häusern sei es freundlicher geworden, dank Tapetenspenden vom Maler Peter Rentmeister aus Grafenwald und der Vestischen Glas und Farben Bottrop.

„Neun Tage sind schnell vorbei”, berichtet Klaus Frank, „das liegt an unserem prall gefüllten Terminkalender. Um 7 Uhr heißt es aufstehen, weil wir uns schon um 9 Uhr mit den Leuten im Sozialstützpunkt treffen.” Dann beginne täglich die Fahrt zu den Dörfern im Landkreis Mosyr. Und selbst am Abend ist noch Programm: „Da werden wir fast jedesmal von den sehr gastreundlichen Weißrussen meist eingeladen.”

Bei seinen Treffen mit den Dorfhelferinnen besuchten Klaus Frank und sein Begleiter Rolf Hackert auch die an Multipler Sklerose (MS) erkrankte Marina. „Dank unseres Krankenbettes, das wir mitgebracht haben, kann sie nun viel besser liegen”, berichtet Klaus Frank.

Für den zweiten Hilfstransport 2009 sah es zunächst gar nicht gut aus: Der Ford Transit der ARG Hl. Familie war mit Defekt ausgefallen. Das Bergwerk Prosper-Haniel sprang aber spontan ein, Rolf Hackert konnte einen Klein-Lkw ausleihen. Einen 40 Tonner Sattelzug stellte wie immer die Firma Timmerhaus aus Oberhausen zur Verfügung.

Rentier mit Holzkiepe, Neues beim Adventsbasar

Eine ganze Reihe Neuheiten hat die ARG Grafenwald am Sonntag bei ihrem Adventsbasar zu bieten. Foto: Franz Naskrent

Die ARG Grafenwald verspricht für den traditionellen Adventsbasar am kommenden Sonntag, 15. November (10.30 bis 17 Uhr), wieder einige Überraschungen. Neu unter den rund 2000 Artikeln sind u.a. das Rentier mit der Holzkiepe, Zwillings-Schneemänner mit beweglichen Armen und pfiffige Nikolausvarianten. Seit Ostern werkeln jeden Montag 15 Männer und fünf Frauen bei Christoph Bußmann am Schleitkamp, erstmalig auch in einer von Hans Fockenberg gestifteten Holzhütte.

Franz Naskrent



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