Schüler aus Kirchhellen verdienen Geld für Afrika

Die Aktion Tagwerk läuft hier unter dem Motto Mein Tag für Afrika. Laura , links und Josefa bearbeiten das Spargelfeld bei Beckmanns Spargel Hof in Kirchhellen am Donnerstag, 18. Juni 2015. Foto : Heinrich Jung / FUNKE Foto Services
Die Aktion Tagwerk läuft hier unter dem Motto Mein Tag für Afrika. Laura , links und Josefa bearbeiten das Spargelfeld bei Beckmanns Spargel Hof in Kirchhellen am Donnerstag, 18. Juni 2015. Foto : Heinrich Jung / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Das Vestische Gymnasium nimmt zum vierten Mal am Projekt von „Aktion Tagwerk“ teil und schickt seine Schüler in verschiedene Betriebe

Bottrop-Kirchhellen..  „Dein Tag für Afrika“: Auch dieses Jahr startet die bundesweite Kampagne, organisiert von dem gemeinnützigen Verein „Aktion Tagwerk“ wieder. Der offizielle „Dein Tag für Afrika“ ist am 23. Juni, allerdings kann jede Schule an einem individuellen Tag das Projekt ausführen.

Das Vestische Gymnasium etwa hat den Donnerstag zu seinem „Tag für Afrika“ gemacht. Die Idee: Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgängen und Schulformen (Mindestalter 13) tauschen für einen Tag die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz. Das erarbeitete Geld wird an Bildungsprojekte des Aktion Tagwerk-Partners Human Help Network für Kinder und Jugendliche in Burundi, der Elfenbeinküste, Ruanda, Südafrika und Uganda gespendet.

Das Vestische Gymnasium ist zum vierten Mal dabei. Einige Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase erklärten sich bereit am Projekt teilzunehmen und tauschten ihre Schulbank gegen einen Arbeitsplatz aus. So auch Laura Galander (16) und Josefa Beckmann (15). Sie absolvierten ihren Arbeitstag beim Spargelhof Beckmann an der Rentforter Straße. Markus Beckmann erzählt beeindruckt von dem Projekt: Bereits seit Längerem unterstützt er es. „Es ist eine gute Idee, und die Jugendlichen gehen meist mit viel Eifer an die Arbeit.“ (Betriebe können sich im Netz auf www.aktion-tagwerk.de/jobboerse in ein Register eintragen)

Zu wenig Aufmerksamkeit

Das gut durchorganisierte Projekt geht auch auf die einzelnen Betriebe ein. Für eine Versicherung ist durch die ausgefüllte Arbeitsvereinbarung gesorgt. Eine wirkliche Altersbeschränkung gibt es für diesen Tag nicht. Allerdings bekomme das Projekt „ Dein Tag für Afrika“ zu wenig Aufmerksamkeit: Erst durch die Schüler hatte Beckmanns Spargelbetrieb von dem Projekt. Auch die Mädchen sind von dem Programm überzeugt und würden noch einmal einen Tag die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz eintauschen. „Würden solche Projekte mehr Aufmerksamkeit bekommen, wüssten mehr Betriebe davon und eine größere Auswahl an Betrieben könnte mehr Schülerinnen und Schüler dazu bewegen an dem Projekt teilzunehmen“, finden die beiden Schülerinnen des Gymnasiums.

Nicht nur auf dem Spargelhof wurde fleißig gearbeitet, auch beim Gasthof Berger in Feldhausen. Dort machen sich Mona Schade (16) und Johanna Weinforth (16) nützlich. Sie berichten mit Stolz über ihren Einsatz und wünschen sich ebenfalls mehr öffentliche Wahrnehmung.

Mona Schade : „Ich würde das Projekt jederzeit wieder unterstützen, denn zu helfen ist etwas Schönes. Es ist ja auch eine gute Sache. Spaß macht es außerdem. Leider machen viel zu wenig Schülerinnen und Schüler bei dem Projekt mit. Wenn die Schulen solch ein Projekt als Pflichtveranstaltung eintragen, machen viel mehr Schülerinnen und Schüler mit.“