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Benefizkonzert

Rotarier machen Jugendhilfe mobil

24.11.2011 | 19:06 Uhr
Rotarier machen Jugendhilfe mobil
Leise rieselt der Schnee ... Das Bilderbuch-Winterwetter machte im vergangenen Jahr dem Namen des Benefizkonzertes „Vom Zauber der Weihnacht“ auf dem Schmücker Hof alle Ehre. Foto Dirk Bannert/WAZ FotoPool

„Diese Atmosphäre – wo hat man sowas in Deutschland?“, schwärmt Richetta Manager und denkt vor allem an die Vorjahrsausgabe des Benefizkonzertes „Vom Zauber der Weihnacht“ auf dem Schmücker Hof. Die fünfte Auflage findet am 4. Adventssonntag statt, am 18. Dezember.

„Diese Atmosphäre – wo hat man sowas in Deutschland?“, schwärmt Richetta Manager und denkt vor allem an die Vorjahrsausgabe des Benefizkonzertes „Vom Zauber der Weihnacht“ auf dem Schmücker Hof. Adäquat zum Kulturhauptstadtjahr 2010 stimmte wirklich alles: knackige Kälte, romantisches Christkindlmarkt-Ambiente, internationale Weihnachtslieder und dann das Sahnehäubchen – leise rieselt der Schnee . . .

Das ist kaum zu toppen, gesteht das Veranstalter-Quartett vom Rotary Club Gladbeck-Kirchhellen bei der Präsentation des Programms für die nunmehr 5. Auflage des Benefizkonzertes am Sonntag, 18. Dezember, ab 17 Uhr.

Musikalisch, das sei hier versprochen, agieren die Künstler einmal mehr auf Augenhöhe. Das garantiert allein das „Stammpersonal“: Richetta Manager, die Wolfgang Wilger Band und der Junge Chor Beckhausen. Sie alle sind seit der zauberhaften Premiere vor fünf Jahren dabei.

Künstler verzichtenauf eine Gage

Im steten Wechsel, eintöniger Wiederholungsgefahr vorbeugend, komplettieren alle Jahre wieder zwei neue erstklassige Künstler das Ensemble. Am 4. Advent geben die Musicalsängerin Marion Wilmer und der Opern- und Musical-Interpret William Saetre ihre Visitenkarte auf dem Schmücker Hof ab. Allen Künstlern aber ist eins gemein: Sie singen und musizieren ohne Gage. Aber wie immer für einen guten Zweck. Ihre Stimme geben die Interpreten diesmal einer noch jungen Einrichtung, der Gemeinnützigen Jugendhilfe Gladbeck GmbH (GJG), erst im Januar 2011 von der seit 1993 bestehenden Frühförderinitiative Gladbeck aus der Taufe gehoben, „für Kinder, die aus der Frühförderung erwachsen sind und denen wir eine Kontinuität in der Betreuung bieten wollen“, sagt GJG-Geschäftstführer Siegfried Schmitz.

Die Einrichtung bietet seit März 7 Kindern, drei Mädchen und fünf Jungs, im Alter von 7 bis 11 Jahren ein eigenes Zimmer in einer integrativen Wohngruppe an der Friedenstraße 105 in Gladbeck. „Das Haus hat ein Freund von mir gekauft und mit viel Eigenleistung haben wir es restauriert“, sagt Schmitz, der seit 27 Jahren als Heimerzieher arbeitet. Die Kinder in der Wohngruppe seien nach Misshandlungen im häuslichen Umfeld emotional gestört, stark lern- und sprachbehindert und auch geistig behindert. Drei von ihnen können leider auch nicht mehr zurück in ihre Familien. „Das Landesjugendamt war begeistert und hat uns attestiert, dass wir mit unserem Konzept in NRW einmalig seien“, verrät Schmitz stolz. Fünf Mitarbeiter beschäftigt die GJG: Erzieher, Sozialpädagogen und einen Diplom-Heilpädagoge, eine Sozialarbieterin stößt in den nächsten Wochen noch hinzu. Was fehlt, ist ein Kleinbus für Arzt- und Therapiebesuche und gemeinsame Ausflüge. „Deshalb soll der Konzerterlös den Grundstein bilden für die Anschaffung eines Fahrzeuges“, sagt Hildegard Schulte Kellinghaus, Vizepräsidentin des Rotary Clubs Gladbeck Kirchhellen. Oder wie es Eberhard Schmücker formuliert: „Mit dem Kauf einer Karte für das Benefizkonzert haben Sie sich selbst und anderen etwas Gutes getan.“

Franz Naskrent

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