Neue Sandgrube soll am Grotenweg ausgehoben werden

Die Sandgrube am Kletterpoth ist fast leer, jetzt wollen ( v.l.) Ingrid, Udo und Bettina Ellekotten am Feld „Ja’ Straute“ weiter Sand abbauen.
Die Sandgrube am Kletterpoth ist fast leer, jetzt wollen ( v.l.) Ingrid, Udo und Bettina Ellekotten am Feld „Ja’ Straute“ weiter Sand abbauen.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ellekotten legt Betriebsplan für neuen Abbau zwischen Altem Postweg und Dinslakener Straße vor Acht Jahre lang soll Sand und Kies abgebaut werden

Weil die Sand am Förderfeld „Kletterpoth II“ fast erschöpft sind, will das Unternehmen Ellekotten ein Stück weiter nach Süden ziehen und das Feld „Ja’s Staute“ zwischen dem Alten Postweg, der Dinslakener Straße und dem Grotenweg erschließen. Der Antrag bei der Bezirksregierung Arnsberg ist gestellt, nächste Woche soll der Planungsausschuss seine Zustimmung geben. „Wir haben am Kletterpoth noch für ungefähr sechs Wochen Sand“, sagt Udo Ellekotten. Ein großer Teil der Fläche ist schon wieder verfüllt.

Das Familienunternehmen baut seit 1969 Sand und Kies ab. Ellekotten liefert Industriesand zum Beispiel an Gießereien bis nach Italien, hat sich in den letzten Jahren mit der Marke „Equiterra“ aber spezialisiert auf Reitsand. Ende letzten Jahres machten Familie Ellekotten Schlagzeilen, als es Reitsand ausgerechnet in den arabischen Wüstenstaat Quatar lieferte (die WAZ berichtete). Parallel zu den Aussandungen sind die nicht mehr genutzten Flächen am Kletterpoth schon wieder hergerichtet worden.

Auf dem 6,6 Hektar großen Nachbargrundstück am Grotenweg hat Ellekotten nach eigener Schätzung Sand und Kies für die nächsten acht Jahre. Weil die Sandschicht im Schnitt 4,50 Meter dick ist, will das Unternehmen in Süd-Nord-Richtung das Feld abschnittsweise bis in eine Tiefe von rund fünf Metern abbauen. Dafür würde das Grundwasser um bis zu drei Meter abgesenkt und in den Schwarzbach geleitet werden. Jeder Abschnitt soll direkt nach der Aussandung wieder verfüllt werden. Die Flächen sind im Flächennutzungsplan der Stadt als Abgrabungsflächen ausgewiesen und sollen nach Ende der Aussandung wieder als Felder genutzt werden.

Deshalb hat die Stadt grundsätzlich auch keine Bedenken gegen die Pläne des Unternehmens. Die Untere Landschaftsbehörde will aber die Auswirkungen auf das Grundwasser durch Beobachtungsbrunnen überprüfen. Der Fachbereich Umwelt vermisst im Antrag eine Prüfung der Frage, ob der Artenschutz für Kiebitze und Rebhühner berücksichtigt sei. Udo Ellekotten sagt dazu: „Kiebitze gibt es bei uns nicht, Rebhühner auch nicht. Was sich ab und zu ansiedelt, sind Mauersegler.“