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Weihnachtsmarkt am Heidhof

Naturschutz für die Kirchheller Heide

08.12.2010 | 18:10 Uhr
Naturschutz für die Kirchheller Heide

Die Kirchheller Heide steht möglicherweise vor einem durchschlagenden Umbruch. Sollte sich die Untere Landschaftsbehörde bei der Aufstellung des neuen Landschaftsplanes den Wünschen u.a. von Naturschutzverbänden anschließen, wird das beliebte Naherholungsgebiet zum Naturschutzgebiet erklärt. Mit weitreichenden Folgen für Spaziergänger, Radler und Reiter – aber auch für die Forstleute.

„Für unsere Forstwirtschaft bedeutete dies, dass der Holzeinschlag auf das Winterhalbjahr beschränkt wäre“, bestätigt RVR-Förster Werner Meemken, „obwohl wir hier in unseren Wäldern ohnehin schon eine naturnahe Waldwirtschaft betreiben.“Naturschutz würde aber auch bedeuten, dass die starken Na-delholzbestände „umgebaut“ werden müssten in Laubholz-Gebiete. „Es müssten aber Ecken geschaffen werden, wo keine Axt mehr reingeht“, so Meemken im Holzfällerklartext. Beispielsweise entlang von Schwarz- und Rotbach, beispielsweise zur größeren Verbreitung von Totholzbeständen. Auswirkungen hätte der Naturschutz natürlich auch auf das Freizeitverhalten der Erholungssuchenden und Sportler. „Spaziergänger und Radfahrer dürften die offiziellen Wege nicht mehr verlassen, und in Naturschutzgebieten gilt ganzjährige Leinenpflicht für Hunde“, weiß Förster Werner Meemken.

Die Novelle des Landschaftsplanes befindet sich allerdings noch in der Planungsphase. Sollte die Kirchheller Heide zum Naturschutzgebiet erklärt werden, beträfe dies auch große Teile anderer Wälder in der Region.

Vor zwei Jahrzehnten sahen die Planungen für die Heide noch ganz anders aus. Auf der Wunschliste des RVR-Vorgängers Kommunalverband Ruhrgebiet stand u.a. der Fun-Sport. Heiß diskutiert wurde etwa eine riesige Kletterwand. Und unmittelbar vor dem Heidhof war ein großer See mit Bootssteg geplant.

Mit Sicherheit wäre dann der alljährliche Weihnachtsmarkt auf dem Heidhof ins Wasser gefallen. Unter dem Motto „Wild und Weihnachten“ lädt der RVR am Samstag, 11. Dezember, von 10 bis 17 Uhr wieder auf den Heidhof ein. Familien können sich ihren Weihnachtsbaum selber schlagen. Die Fichten, Nordmann-, Korea- oder Edeltannen werden fachgerecht eingenetzt. Ein Planwagen bringt die Holzfäller-Familie zu den Baumplantagen.

Die Wildkammer bietet Spezialitäten vom Rot- und Schwarzwild: Weihnachtsbraten, aber auch Leberwurst, Salami und Schinken. Auf dem Markt bietet Imker Werner Gahlen Honig, Marmelade aus Wildfrüchten und Kräuterprodukte an. Es gibt Futterhäuschen und Weihnachtssterne aus Holz. Weitere Angebote: Falkner, Schmied, Kunstschnitzer (mit Motorsäge), Jagdhornbläser, Posaunenchor; Basteln, Malen, Märchenstunde und Stockbrotbacken für die Kinder.

Besucher werden mit einem Shuttle vom Parkplatz Schacht 10 abgeholt.

Franz Naskrent



Kommentare
09.12.2010
13:09
Naturschutz für die Kirchheller Heide
von guernica | #1

Naturnahe Waldwirtschaft betreiben.Im Frühling und Sommer Bäume fällen und mit grossem Gerät durch den Wald pflügen.Jeder Gartenbesitzer würde eine Anzeige bekommen.
Es ist doch eher positiv wenn der Wald mehr Ruhe bekommt.Dies sieht der Schreiber des Artikels wohl ganz anders,oder ist er nicht neutral und gibt hier in kleinen Dosen die Meinung der Jäger,- und Forstwirtschaft weiter.
Weitreichende Folgen für Spaziergänger Radler und Reiter, für diejenigen die sich schon immer vernünftig im Wald verhalten haben wird sich gar nichts ändern.Stimmung mache pur.

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