Nachwuchsartisten erobern die Manege

Eine Woche lang haben die Nachwuchsartisten für ihren großen Auftritt geübt und auch die Kostüme gestaltet.
Eine Woche lang haben die Nachwuchsartisten für ihren großen Auftritt geübt und auch die Kostüme gestaltet.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Erste Galavorstellung des Kinderferienzirkus auf dem Josef-Terwellen-Platz. 75 Kinder zeigen im voll besetzten Zelt was sie in einer Woche gelernt haben.

Bottrop-Kirchhellen..  Popcorn-Duft steigt in die Nase, Lachen erfüllt die Luft am Josef-Terwellen-Platz – es ist Kinderferienzirkus in Kirchhellen. Genauer: Die erste Galavorstellung in diesem Jahr findet statt. „Manege frei!“ heißt es am Ostersonntag für die jungen Artisten, die sich eine Woche lang auf ihren großen Auftritt vorbereitet haben. Zum inzwischen 24. Mal machen Jonny Casselly und seine Familie Halt in Bottrop, um junge Herzen höher schlagen zu lassen.

Nach einer viel zu kurzen Woche voller Spaß und tollen Erfahrungen laden die Cassellys und das Team des Spielmobils „Rollmobs“ zur Galavorstellung. Gut drei Stunden erbebt das Zirkuszelt, und die Besucher erfreuen sich an spannender Unterhaltung – Dank der Darbietungen der 75 jungen Artisten, Fakire, Clowns und Jongleure. In selbst gemachten Kostümen stürmen Indianerinnen, Zwerge und Cheerleader die Manege und nehmen die Zuschauer mit in die Zirkuswelt. Professionell meistern die Nachwuchsartisten ihre Kür, das Lächeln auf den Gesichtern sagt alles.

Viel gelernt in einer Woche

Zirkusluft ist ansteckend, unter tosendem Applaus wird gefeiert und gelacht, wenn die Clowns Anführer Antonio in der Waschmaschine schrumpfen lassen oder die Trampolin-Zwerge über Feuer springen. Fast wird ein wenig Angst in den Zuschauerreihen sichtbar, wenn sich die Artisten in hohe Höhen wagen und riskante Tricks zeigen, oder wenn das Zelt von Flammen wagemutiger Fakire erleuchtet wird. Der Applaus ist danach umso größer. Die Entwicklung der Kinder ist für die Beteiligten eine tolle Sache. „Sie lernen in der Woche so unglaublich viel und können Sachen, von denen wir nur träumen können“, sagt Karl Trimborn vom Fachbereich Jugend und Schule der Stadt, der sich die Show nicht entgehen lässt.

Doch in den Zirkustrubel schleicht sich auch Nervosität ein. „Wir sind schon ein wenig aufgeregt“, geben die Dompteure Marie (11), Johanna (11), Finja (7) und Lea (6) zu. „Aber wenn wir in der Manege sind, haben wir nur noch Spaß.“ Alle waren schon mehrmals dabei. „Wir haben aber auch richtig gelernt, uns um die Tiere zu kümmern, das hat am meisten Spaß gemacht.“

Das stürmische Wetter der letzten Woche hat der Stimmung nicht geschadet. Das Zelt der Zirkusfamilie musste Dienstag sogar geschlossen werden. „Als es richtig stürmisch war, haben wir den Tag mit den Kindern im großen Festsaal im Brauhaus verbracht“, sagt Nadine Puylaert vom Spielmobil. „Dort konnten alle proben oder haben an ihren Kostümen gebastelt, genug zu tun gibt es ja immer. Da die Kinder aber nicht mit den Tieren proben konnten, waren es Trockenübungen.“

Am Ende der Vorstellung sind alle glücklich. Auch Lisa (10). „Ich bin stolz, dass ich das geschafft habe und es hat so viel Spaß gemacht, in der Manege zu stehen. Ich komme bestimmt im Sommer wieder.“