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Motorrad-Sport

Mit dem Motorrad quer durch Deutschland

29.07.2012 | 18:34 Uhr
Mit dem Motorrad quer durch Deutschland
Los ging’’s am Brauhaus am Ring in Kirchhellen. Neun Tage will der Veteranen-Club unterwegs sein.Foto: Olaf Fuhrmann

Veteranen-Club-Kirchhellen will in neun Tagen Nürnberg und Paderborn ansteuern.Das Cadillac-Museum und das Käthe-Kruse-Puppenmuseum stehen auf der Besichtigungsliste

Sich vogelfrei und eins mit Maschine und Natur zu fühlen -- das ist Motorradfahren. Einmal quer durch Deutschland und zurück fährt der Veteranen-Club-Kirchhellen in diesen Tagen.

Lieber über die Landstraße

Los ging’s bereits am Samstagmorgen mit neun Gespannen und drei Solomaschinen. Erstes Ziel ihrer Tour war Kamp Bornhofen. Mit etwas Glück und einem Funken Fantasie können sie in dieser Gegend im Fahrtwind den Gesängen der Loreley lauschen. Weiter geht es dann durch das Schönau-Gebirge, die Pfalz und den Schwarzwald. Nürnberg, Thüringer Wald und das Erzgebirge werden ebenfalls angesteuert. Auf dem Rückweg noch kurz einen Abstecher in Paderborn und dann ab nach Hause. In neun Tagen und durchschnittlich 220 Kilometer pro Tag wollen die Veteranen das Land erkunden.

Nicht nur das Motorradfahren stehe im Mittelpunkt, sondern die Gemeinschaft und der Besuch von Kulturstätten. Das Feuerwehrmuseum, das Cadillac-Museum und für die Frauen das Käthe-Kruse-Puppenmuseum sind Beispiele dafür. „Das hier ist unsere 6. Tour. Der Großteil unserer Gruppe ist immer dabei, aber auf neue Gesichter freuen wir uns ebenfalls. Wir haben alle Zwei-Zylinder BMW-Maschinen. Das Naturerlebnis ist an der Fahrt besonders schön, da fahren wir lieber nur Landstraße und keine Autobahn“, sagte Heinz Schneider.

Wichtig sei dabei vor allem das Werkzeug, denn ohne das ginge es bei den alten Schätzchen nicht. „Unsere Älteste ist von 1935, da muss man schon auf Probleme vorbereitet sein. Wir haben allerhand Schläuche, Brems- und Kupplungszüge und Öl zum Nachfüllen dabei“, sagte der 52-Jährige. Auch eine Reservemaschine hätten sie dabei. Peter Dreckmann ist der „Lumpensammler“: „Ich helfe, die Maschinen zu reparieren. Im Notfall muss das andere Motorrad ran. Mit dem Auto begleitete ich die bunte Truppe schon seit Jahren“, erklärte der 68-Jährige.

Mann und Maschine

Die Faszination des Motorsports sei die Verschmelzung von Mann und Maschine. „Mit den Oldtimern sind so weite Strecken immer eine Herausforderung. Man lernt die Maschine mit jeder Tour besser kennen“, sagte Berthold Josten, der Präsident der Veteranen-Club- Kirchhellen.

Das Werkzeug ist immer dabei

Nicht nur das passende Werkzeug, sondern auch die Partnerinnen sind unersetzliches Gepäck. Manuela Jochheim fährt seit langer Zeit mit und war letztes Jahr der Navigator der Gruppe mit Knopf im Ohr. „Es macht immer eine Menge Spaß, denn unsere Truppe passt einfach zusammen. Jeder Tag ist eine Überraschung, jede Strecke und jede Unterkunft ist anders“ sagte die 50-Jährige.

Dass Mensch und Maschine kein Alter kennen, beweist Zappi Kleine-Wolters: „Hier kann ich mein Hobby richtig verwirklichen, wozu ich früher mit wenig Geld keine Möglichkeit hatte. Ich freue mich, mit unseren Rädern zum Bodensee zu fahren, da werden immer die schönsten Urlaubserinnerungen wach“, schwärmt der 71-Jährige, der 1994 seinen Führerschein nachmachte.

Punkt 10 Uhr starteten die Motoren am Samstagmorgen. Die Daheimgebliebenen schwenkten Taschentücher und Deutschlandfahnen zum Abschied.



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