Mietgärten gibt es am Dahlberg jetzt auch unter Folie

Aufbau des Foliengewächshauses für die neuen Mietgärten bei Bauer Burkhard Sagel am Dahlberg.Foto:Winfried Labus
Aufbau des Foliengewächshauses für die neuen Mietgärten bei Bauer Burkhard Sagel am Dahlberg.Foto:Winfried Labus
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Ím vergangenen Jahr begann Bauer Sagel mit dem Vermieten von Gemüsebeeten. In diesem Frühjahr hat er auch Beete im Gewächshaus im Angebot

Peperoni, Auberginen, Weintrauben und Melonen gehören nicht zu den Obst- und Gemüsesorten, die normalerweise auf deutschen Feldern wachsen. Im Foliengewächshaus, das ab jetzt auf dem Hof von Bauer Bernhard Sagel am Dahlberg steht, können Hobbygärtner auch solche Exoten anpflanzen und ernten.

Bauer Sagel betreibt das Gewächshaus als Ergänzung zu den Freiluftparzellen von „Meine Ernte“ - ein Projekt, das Großstädtern die Möglichkeit gibt, Ackerstücke zu mieten, die bereits mit über 20 Gemüsesorten bepflanzt und besät sind. „Die Hobbygärtner müssen sich nur um die Pflege und Ernte kümmern“, beschreibt Sagel. Bei dem neuen Gewächshaus dagegen gilt das Prinzip: „Selbst ist der Gärtner“. „Ich sorge natürlich für die Rahmenbedingungen“, so Sagel. „Zum Miet-Beet gehört eine automatische Bewässerung über einen Tropfschlauch. Auch bei warmem Wetter braucht da niemand zum Gießen herzukommen.“ Lediglich die Bepflanzung nimmt der Kunde selbst in die Hand. Geplant ist, dass ein Teil des Gewächshauses mit einem sogenannten Bändchengewebe ausgelegt wird, das Unkraut am Wachsen hindert. Für die Pflanzen werden dabei Löcher freigelassen, aus denen sie herauswachsen können.

Am Samstag wurde das Gewächshaus aufgebaut. Die Gladbecker Firma Metasa hat den Folientunnel aufgestellt, der neun Meter breit, 50 Meter lang und knapp unter vier Meter hoch ist. Die lichtdurchlässige Folie sorgt für warme Temperaturen im Gewächshaus. Die Beete, die jeder Interessierte mit grünem Daumen anmieten kann, sind zwischen acht und 16 Quadratmetern groß und kosten zwischen 65 und 120 Euro pro Jahr. „Für mich steht der Spaß an der Sache im Vordergrund“, sagt der Landwirt aus Leidenschaft. „Die Leute, die bei mir anbauen, sehen das genauso. Außerdem ist es ihnen wichtig, auf eine gesunde Ernährung zu achten.“ Sagels Felder würden nie mit chemischen Mitteln gedüngt. Familien, junge und ältere Leuten nutzen das Angebot gleichermaßen.

Ende April werden die Gewächshausparzellen eingesät. Das Gewächshaus soll jederzeit für die Gärtner zugänglich sein und bleibt deshalb immer geöffnet. Normalerweise ist das auf dem Hof auch kein Problem, sagt der Bauer. „Ringsherum ist das Feld abgezäunt und bald werden dort außerdem die Rinder weiden; das schreckt Randalierer und Diebe sicher ab.“ Für die nahe Zukunft hat Sagel schon weitere Pläne. „Ich denke darüber nach, Hochbeete anzulegen, in denen zum Beispiel Kräuter angebaut werden könnten“, sagt er.