Klaus Cordes klopft im Hof Jünger auf dem Busch

Klaus Cordes zeigt bis Sonntag im Hof Jünger seine Collagen  zu Wilhelm Busch. Dessen Buch „Max und Moritz“    entstanxd vor 150 JahrenFoto:Winfried Labus
Klaus Cordes zeigt bis Sonntag im Hof Jünger seine Collagen zu Wilhelm Busch. Dessen Buch „Max und Moritz“ entstanxd vor 150 JahrenFoto:Winfried Labus
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Ausstellung zum Werk von Wilhelm Busch ist noch bis Sonntag zu sehen. Ein Abend mit Rezitationen - und mit Parodien auf den Comic-Pionier

„also lautet mein beschluss, dass haus jünger zeigen muss, zeigen müsste oder kann: beschlüsse die für jedermann. ich, der lehrer namens lämpel statuiert hab‘ als exempel klopf ich so, dank wilhelm busch einmal auf den zeitgeist-busch.“ Mit diesen Worten und dem mahnenden Zeigefinger des Lehrers Lämpel, der von Wilhelm Busch erschaffen wurde, begrüßt Klaus Cordes alle Interessierten zu seiner Ausstellungswoche im Hof Jünger.

Seit 1992 stellt Klaus Cordes seine Mail Art-Collagen als Textillustration her und hat bis heute schon rund 3000 handgefertigte Blätter angefertigt. Einen Teil seiner Werke stellt er in dieser Woche im Hof Jünger aus. Passend zum 150. Geburtstag von „Max und Moritz“ steht Wilhelm Busch, der Erfinder der wilden Buben, in dieser Ausstellung im Vordergrund. So lud am Donnerstag der Künstler zu seiner Rezitation „Aus dem Busch-Werk“ ein. Im ersten Teil rezitierte Klaus Cordes populäre und weniger bekannte Gedichte von Wilhelm Busch: Tier- und Pflanzenfabeln, Betrachtungen über die Spezies Mensch, schließlich eine Romanze und eine Ballade.

So war für jeden „Fan“ etwas dabei. Egal ob das bekannte Gedicht „Die Selbstkritik“ oder die populäre, historische Ballade „Schreckliche Folgen eines Bleistifts“ – die Intention bleibt auch über Jahrhunderte dieselbe. Neben seiner sehr gelungenen Rezitation der Gedichte untermalte der Künstler die Stimmung, die die Verse verbreiten sollen, mit musikalischer Begleitung, mit dem Keyboard. Durch seine Gestik und Mimik und die Klänge des Musikinstrumentes konnte sich das Publikum in die Balladen und Gedichte hineinfühlen und hatten dennoch den Freiraum zur Eigeninterpretation.

Im zweiten Teil des Programmes las er eigene Parodien auf einige zuvor rezitierte Gedichte vor. Lautes Gelächter und schmunzelnde Gesichter im Publikum waren die Folge. „Klaus ist ein guter Freund von uns“, erklärt Angelika Patt, die die Vorstellung mit ihrem Mann besuchte. „Er hält wunderbare Rezitationen und hat ein unglaubliches Repertoire. Es macht uns Spaß, ihm zu zuhören.“

Auch Regine Alvermann ist ein großer Fan von Klaus Cordes: „Ich interessiere mich sehr für die musikalische Untermalung und liebe Wilhelm Busch. Es ist schön, sich an die alten Gedichte zurück zu erinnern. Die Parodien sind jedoch das Beste am ganzen Programm.“

Die Werke des Künstlers kann man noch bis einschließlich Sonntag bewundern. Neben einigen Werken sind auch die am Donnerstag vorgestellten Parodien zu populären und weniger bekannten Gedichten von Wilhelm Busch aus der Feder von Klaus Cordes käuflich zu erwerben.