Jetzt strömen die Gäste wieder ins Krippencafé

Das Krippencafe von St. Johannes öffnete am Samstag und bewirtet seine Gäste noch bis zum 11. Januar.  Zum Auftakt haben  Lena (li.) und Anna den Service übernommen.
Das Krippencafe von St. Johannes öffnete am Samstag und bewirtet seine Gäste noch bis zum 11. Januar. Zum Auftakt haben Lena (li.) und Anna den Service übernommen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor 17 Jahren riefen Frauen das Krippencafé im Pfarrheim von St. Johannes ins Leben. Heute zählt die Einrichtung viele Stammgäste. Jeden Öffnungstag bewirtet eine andere Gemeinde-Gruppe.

Kirchhellen..  Der erste Tag sei immer etwas schwächer besucht, sagt Hermine Dohmen als Verantwortliche und quasi „Mutter“ des Krippencafés. Das erklärt die freien Plätze. Aber spätestens zum Singen an der Krippe (Sonntag, 4. Januar, 17 Uhr) werde es „erfahrungsgemäß sehr, sehr voll“, versichert Margret Grob. Die beiden Frauen betreuen das weihnachtliche Angebot im Pfarrheim von St. Johannes im 17. Jahr, und am Samstagnachmittag öffnete das ehrenamtlich geführte Café erneut.

„Da müssen wir immer lachen“, sagt Hermine Dohmen beim Blick auf die Anfänge. Die Krippe hatte stets großen Zuspruch, aber wie die Leute auffangen, hieß damals die Frage. Mit acht Kuchen ging es los, und die heutige große Auswahl an Kuchen, Torten oder Schnittchen macht die Heiterkeit der Frauen über die ersten Schritte verständlich. Das Angebot, nach den Feiertagen gemütlich bei Kaffee und Kuchen zu sitzen, kam sofort gut an, und so begrüßen die Frauen mittlerweile zahlreiche Stammgäste.

Bis zum 11. Januar wird das Café im Pfarrheim außer an Silvester täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Dabei werde es oft so voll, dass „kein Platz mehr frei ist“, erzählt Margret Grob. An jedem Tag bewirtet eine andere Gruppe aus der Gemeinde die Gäste. Jeweils 15 bis 20 Personen helfen mit, der Kreis der Unterstützer ist groß. „Das ist überwiegend Frauensache“, erklärt Maria Kahnert, kfd-Teamsprecherin. Nur am Dienstag, wenn der Kirchenchor „Dienst“ habe, und beim Einsatz der Kolpingsfamilie, dann werden auch Männer hinter der Theke stehen. Sie ergänzt: „Jeder Tag ist anders.“

Alles selbst gemacht

Mit Freude haben alle (Hermine Dohmen: „Wir sind ein gutes Netzwerk“) darauf reagiert, dass eine Gruppe von Firmlingen im Café mithilft. „Wir bringen die Getränke an den Tisch“, sagt Linda Dreckmann. Ihr Einsatz sei Teil der Praxis zur Vorbereitung auf die Firmung, ergänzt Maria Kahnert, die die Firmlinge dabei begleitet. Den Kuchen suchen sich die Besucher am Buffet selber aus und nehmen ihn an die liebevoll dekorierten Tische mit. „Alles selbst gebackene Torten“, versichert Hermine Dohmen.

Hermine Dohmen, Margret Grob und Maria Kahnert betonen: Zugekauft wurde für das Büffet des Krippencafés noch nie etwas. Für die Leckereien gibt es feste Preise, der Erlös wird komplett gespendet. Das seien stets gemeinnützige Projekte, aber ganz unterschiedliche. Fest steht: „Die Spenden bleiben in der Pfarrei.“

Der Eine-Welt-Laden und die Lepra-Gruppe der kfd nutzen das Café, sich zu präsentieren und ihre Produkte anzubieten. Beide Gruppen gestalten schon lange mit.

Krippe zieht die Besucher an

Auf ein unterhaltendes Programm verzichtet das Café-Team. „Wir leben von der schönen Krippe“, und diese sollen sich die Besucher in der nahen Kirche auf jeden Fall ansehen. Miteinander sprechen und im Café eine schöne Zeit verbringen, das stehe im Vordergrund. Im weiteren Umfeld der Kirchengemeinde gebe es kein vergleichbares Angebot, ist das Team sicher. Es dankt ausdrücklich für das „große Entgegenkommen“ der Kirche für die Nutzung des Pfarrheims. Margret Grob: „Davon profitieren wir auch.“ Und in den nächsten Jahren soll es das Café weiter geben.