Hof Jünger: Großer Fortschritt beim Heimathaus

Reinhold Grewer (Kolping), Peter Pawliczek (Heimatverein) und Hermann Reinbold (Bürgerverein, v.l.)blicken aus dem Obergeschoss auf die Baufortschritte im Hof Heisterkamp.Fot: T
Reinhold Grewer (Kolping), Peter Pawliczek (Heimatverein) und Hermann Reinbold (Bürgerverein, v.l.)blicken aus dem Obergeschoss auf die Baufortschritte im Hof Heisterkamp.Fot: T
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Was wir bereits wissen
Restaurierung des Hofes Heisterkamp: Vieles ist geschafft in den vergangenen zwei Jahren. Jetzt kommen Heizung und Elektrik. Zuschuss bei NRW-Stiftung beantragt

„Das ist ein Projekt für die nächsten 100 Jahre“, pflegte Reinhold Grewer von der Kolpingsfamilie über die Restaurierung des Hofes Heisterkamp zu sagen. Aber in den vergangenen zwei Jahren hat das Projekt „Lebendiges Heimathaus“ große Fortschritte gemacht, weitere stehen bevor. Könnte das Heimathaus sogar schon dieses Jahr Realität werden? Reinhold Grewer wiegt den Kopf. „Unmöglich ist es nicht. Aber da muss viel passieren.“

Auf dem Gelände des Kulturzentrums Hof Jünger am Wellbraucksweg arbeiten der Bürgerverein, die Kolpingsfamilie und der Verein für Orts- und Heimatkunde seit 1998 an der Restaurierung des Hofes Heisterkamp. Zu Anfang schien Grewers Prognose kaum übertrieben, war das Haus doch wenig mehr als eine Ruine und Geld für die Sanierung nicht in Sicht. Die Vereine mobilisierten Mitglieder und Firmen, sammelten Spenden und putzten Klinken bei Stadt und Sponsoren. Der Schutt wurde ausgeräumt, die maroden Mauern wurden gestützt und wasserfest gemacht. Inzwischen hat das Gebäude einen Betonboden, neue Fenster und eine Balkendecke im Obergeschoss, liegen Wasserleitungen und Gasanschluss.

Hinter diesem Baufortschritt steckt jede Menge ehrenamtlicher Abend. Grewers Motto dazu: „Gebt mir 5000 Euro fürs Material, ich mache 10 000 Euro in Arbeitsleistung daraus!“ Der Verein für Orts- und Heimatkunde legte auf den Ertrag einer Lotterie (3000 Euro) noch eine Spende in Höhe von 10 000 Euro drauf, die im Wesentlichen die Vertrauensleute des Vereins eingeworben haben. Die Bezirksvertretung gab Geld und will das auch dieses Jahr wieder tun. „Wie ein Weihnachtsgeschenk“, sagt Bürgervereinsvorsitzender Hermann Reinbold, kamen zuletzt 20 000 Euro von der Söller-Stiftung.

Ein weiterer Zuschuss könnte das Projekt noch einmal deutlich beschleunigen. Für Umbau und Einrichtung des Heimathauses haben die Vereine Mittel der NRW-Stiftung in einer Größenordnung von 54 000 Euro beantragt, eine Entscheidung wird für März erwartet. Innovation City will aushelfen, die ELE sorgt um Ostern herum für den Einbau der Elektrik. Die Kirchhellener Schulen wollen Spendenläufe veranstalten für das Heimathaus und das Kunstrasen-Projekt des VfB Kirchhellen. Wenn dann noch die Heizung eingebaut und der Trockenausbau gemacht ist, können die Vereine tatsächlich den Einzug ins Heimathaus planen. Ferdi Schmitz vom Verein für Orts- und Heimatkunde hat schon klare Vorstellungen, wie sich Hof Heisterkamp präsentieren soll: „Es wird wechselnde Ausstellungen geben, es wird ein außerschulischer Lernort ebenso sein wie ein Treffpunkt für die Bürger.“