Helfer wollen hoch stapeln für den Weltrekord

Die Freiwillige Feuerwehr Feldhausen feiert in diesem Jahr ihr 75-Jähriges und unternimmt zu diesem Anlass ein Weltrekordversuch mit Getränkekisten. Im Foto stehen die Organisatoren (von Links)Martin Borgmann, Thomas Schlagkamp, Florian Spickermann, Martin Hemming und Markus Hemming in einer Halle im Movie Park, wo bereits die 4740 leeren Kisten gelagert sind.
Die Freiwillige Feuerwehr Feldhausen feiert in diesem Jahr ihr 75-Jähriges und unternimmt zu diesem Anlass ein Weltrekordversuch mit Getränkekisten. Im Foto stehen die Organisatoren (von Links)Martin Borgmann, Thomas Schlagkamp, Florian Spickermann, Martin Hemming und Markus Hemming in einer Halle im Movie Park, wo bereits die 4740 leeren Kisten gelagert sind.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Im Jubiläumsjahr des 75-jährigen Bestehens will es die Freiwillige Feuerwehr Feldhausen ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen

Im Juni 2015 wird die Freiwillige Feuerwehr 75 Jahre alt. Zum Jubiläum wollen sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute mit einem überdimensionalen Feuerwehrwagen aus Getränkekisten im Guiness-Buch der Rekorde verewigen.

Die Idee zu der ungewöhnlichen Jubiläumsaktion entstand im März 2014: Ein Auto aus Getränkekisten sollte es sein. Zwischendurch träumten die Männer schon mal von dreifacher Lebensgröße, den Plan mussten sie aber aus logistischen Gründen verwerfen: „Es ist fast unmöglich, Kisten in dieser Größenordnung zu bekommen“, sagt Thomas Schlagkamp, der sich um den reibungslosen Ablauf der Aktion kümmert. Das Fahrzeug, das die Wehr an der Ecke Dorstener/Feldhauser Straße aufbauen wird, soll 5,57 Meter hoch werden, 15,57 Meter lang und 4,72 Meter breit. Dafür werden mehr als 4700 Getränkekisten verbaut. Die meisten in der Feuerwehr-Farbe Rot spendierte König Pilsener, für die Reifen brauchen die Männer 136 schwarze, für die Geräteflächen 384 silberfarbene Kisten. Für die Fenster haben die Feuerwehrleute einen ihrer Waagen abfotografiert und das Bild auf Planen-Größe hochgezogen: „Das Banner für die Fenster, wird 8,16 Meter breit“, sagt Florian Spickermann, der sich um Planung und Genehmigung gekümmert hat. War’s schwierig mit der Baugenehmigung? Erst ja, aber jetzt haben die Jungs das Trumm als temporäres Kunstwerk genehmigt bekommen.

Gestern haben Martin und Markus Hemming die letzten Palette mit Kisten heran gekarrt. Getränkehändler Possemeyer spendierte den Laster, der Movie Park stellt sein Studio 4 als Lager und Testfläche zur Verfügung. Kirchhellener Betriebe stellen für den Aufbau schweres Gerät wie Hubwagen und Kran. Mit Zehntausenden von Kabelbindern wollen die Männer dafür sorgen, dass die Module, aus denen das Mega-Fahrzeug entstehen soll, stabil bleiben. Das wird auch eine Gewichts-Frage: Bei rund anderthalb Kilo pro Kiste wird das Werk am Ende mehr als sieben Tonnen wiegen. Damit es einen festen Stand bekommt, wird die Wehr den Boden des Bauplatzes noch einebnen.

Um acht Uhr am Morgen des Samstages, 17. Januar, werden fünf Teams zu drei Mann mit dem Aufbau der Kisten nach einem ausgetüftelten Bauplan beginnen. „Die ersten Stunden werden entscheidend“, sagt Schlagkamp: „Wir müssen ein stabiles Viereck als Grundlage bauen.“ Eine dreiköpfige Jury aus Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, seine BV-Kollegin Marina Lüer und ein Notar aus Essen werden für Guinness den Rekordversuch begleiten, dazu gibt es eine Video-Dokumentation. Wie lange es dauern wird? Thomas Schlagkamp zuckt die Schultern. „So etwas ist ja noch nie gemacht worden. Wir rechnen mit zehn bis zwölf Stunden.“