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Flüchtlingshilfe

Helfer bauen die Holzhäuser für Flüchtlinge auf

11.01.2016 | 18:38 Uhr
Helfer bauen die Holzhäuser für Flüchtlinge auf
Der Aufbau der Flüchtlingsunterkünfte An der Bredde hat begonnen. Die Rohbauten sollen diese Woche stehen, ab Mittwoch kommen die Fassaden dran.Foto: Winfried Labus

Bottrop-Kirchhellen.  30 Flüchtlingen sollen in die Unterkünfte auf dem Kirchengrundstück "An der Bredde" einziehen. Ende nächster Woche soll alles fertig sein.

Seit Oktober bereitet die „Aktion Flüchtlingshilfe“ den Aufbau von Holzhäusern als Unterkunft für 30 Flüchtlinge auf dem Kirchengrundstück An der Bredde vor. Gestern konnten sie endlich loslegen, Ende nächster Woche wollen Reinhold Grewer und seine 120 Helfer fertig sein.

Vorarbeiten

Wenn das Wetter mitspielt. Und das hat es am Mittag mit dem Wolkenbruch ganz entschieden nicht getan. Bis dahin waren die 20 Helfer nach eigener Einschätzung dem Arbeitsplan sogar ein Stück voraus. Die Stadt hatte schon am alten Jahr das Gelände vorbereitet, Sockel für die Fundamente gesetzt und Anschlüsse gelegt. Die Bauteile für die Häuser waren von Grewers Firma vorgefertigt und an der Baustelle vorgefahren. Per Kran schwebten sie auf der Baustelle ein, wurden sortiert und aufgebaut. „Wir haben in Teilen jetzt vier Häuser stehen“, sagte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, kurz bevor der große Regen kam.

„Die Rohbauten sollen alle diese Woche stehen“, sagt Reinhold Grewer über den Bauplan. „Ab Mittwoch können die Arbeiten an den Fassaden beginnen - wenn wir die Häuser dicht kriegen.“ Provisorisch haben die Helfer die Häuser ohne Dach mit Plastikplanen abgedeckt. Für den Einbau der eigentlichen Dachfolie war es gestern viel zu nass.

Brötchen und Unmengen von gebackenen Waffeln für die Helfer

Immerhin, sagt Grewer und schaut sich um im benachbarten Keller von St. Johannes: „Versorgt werden wir hier vom Feinsten.“ Jeweils drei Familien sind zuständig für den täglich wechselnden Eintopf, der die Helfer nicht nur satt machen, sondern auch wärmen soll. Dazu gibt es Brötchen und Unmengen von gebackenen Waffeln. Sowohl im Keller als auch auf der Baustelle ist eine Versorgung mit Getränken eingerichtet.

Der Plausch mit den Damen der Gemeinde wird unterbrochen durch Schnieders Anruf auf dem Handy: Der Laster mit dem Material für die Dämmung ist da. Was damit machen? Im Wortsinn im Regen stehen lassen? „Ich muss mir angucken, wie die verpackt ist“, sagt Grewer. Marschiert über die quatschnasse Wiese zurück zur Baustelle und entscheidet: Die Dämmung muss so gut es geht trocken gelagert werden in einem Haus, dessen Abdeckung mindestens zum Teil schon fertig ist. Die Helfer bilden eine Schlange, lassen sich die Pakete auf die Schultern wuchten und tragen sie quer über die Baustelle ins, sagen wir: nicht ganz so Nasse.

„Elektroarbeiten und Heizungseinbau kommen zum Schluss“, sagt Grewer noch über die Schulter. „Da müssen wir mit Fachfirmen arbeiten“ - und spätestens Ende Januar fertig werden.

Kai Süselbeck

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Helfer bauen die Holzhäuser für Flüchtlinge auf
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2016-01-11 18:38
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