Handschuhe und Schutzbrille
31.05.2010 | 15:45 Uhr 2010-05-31T15:45:00+0200
Seife selber machen? Für viele ist das erstmal keine so naheliegende Freizeitgestaltung. Wo sind denn da die Vorteile, und rechnet sich das überhaupt finanziell?
Solche Fragen wurden am Samstag beim Seifensieden am Heidhof beantwortet. In vier Stunden erklärte Kräuterpädagoge Werner Gahlen den rund 20 Workshop-Teilnehmern für eine Teilnahmegebühr von sechs Euro plus Material alles, was man zur Herstellung wissen muss.
Zunächst wurde aber immer wieder betont, dass man Seife nicht „mal eben zwischendurch machen kann“. Schließlich wird mit Ätznatron gearbeitet. Diese Chemikalie hinterlässt bei Kontakt mit der Haut hässliche Narben. Daher lautet die oberste Devise: Sicherheit geht vor! Handschuhe, Schutzbrille und höchste Konzentration sind Pflicht. Geräte müssen nach dem Gebrauch immer direkt abgespült werden. Und wer doch mal mit der Lauge in Berührung kommt, sollte sich schnellstmöglich Essig über die Stelle gießen, um sie zu neutralisieren. Nachdem diese Vorkehrungen getroffen worden waren, ging es an die eigentliche Seifenproduktion.
Dabei ist Seife nicht gleich Seife. Vielmehr gibt es für so ziemlich jeden Anlass die passende Komposition. Olivenseife mit Zitronenduft für den täglichen Gebrauch; Ringelblumenseife ist nach der Gartenarbeit besonders zu empfehlen, da sie kleine Risse in der Haut wieder verschließt. Eine Salbeiseife für den Sommer, da Salbei deodorierend wirkt oder eine Bierseife für die Haarpflege. Grenzen werden eigentlich nur durch die eigene Fantasie gesetzt.
Größter Vorteil der selbst hergestellten Seife ist vor allem die gute Hautverträglichkeit, da keine synthetischen Zusatzstoffe verwendet werden. „Und man kann bei der Rezeptur natürlich viel besser auf seine ganz eigenen Bedürfnisse eingehen“, er-gänzt Kursleiter Werner Gahlen. Die Vorteile von natürlicher Seife schätzt ab sofort auch Ursula Zilligen aus Voerde. Sie hatte einen Aushang am Heidhof gesehen und direkt beschlossen teilzunehmen: „Jetzt stelle ich Seife selbst her, auch zum Verschenken.“
Trotz der Kosten für die Zutaten kann man mit der Eigenherstellung auch noch Geld sparen, da man so in viel größeren Mengen produzieren kann.
Wer bereit ist, ein wenig Zeit zu investieren, kann also hochwertige Produkte für kleines Geld bekommen
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