Gregorschule in Kirchhellen befindet sich mitten im Rück-Zug

Der Klassenraum der 2b im ersten Stock der Gregorschule ist eingerichtet, aber noch nicht eingeräumt. Da bleibt noch viel zu tun für die Lehrer, sagt Schulleiter Peter Pawliczek.Foto:Thomas Goedde
Der Klassenraum der 2b im ersten Stock der Gregorschule ist eingerichtet, aber noch nicht eingeräumt. Da bleibt noch viel zu tun für die Lehrer, sagt Schulleiter Peter Pawliczek.Foto:Thomas Goedde
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Was wir bereits wissen
Nach einem Jahr Auslagerung in Pavillons kehren die Schüler am Montag in die von Bergschäden sanierte Schule zurück. Noch bleibt viel zu tun

Bottrop-Kirchhellen.. Es wird knapp werden, aber es wird funktionieren: Mit dem Ende der Osterferien werden die Gregorschüler nach einem Jahr Exil in den Pavillons an der Gregorstraße 23 in ihr altes Schulgebäude zurück ziehen. Die RAG hatte es wegen Bergsenkungen um bis zu 90 Zentimeter angehoben.

Der Klassenraum der 2b im ersten Stock ist schon wieder komplett möbliert, das Lernmaterial allerdings stapelt sich noch in Umzugskisten. Dieses Bild beschreibt recht treffend den derzeitigen Zustand in der Schule. Möbelwagen karren das Mobiliar von den Pavillons zur Gregorschule, per Lastenaufzug schweben Tische, Bänke und Umzugskisten hoch in den ersten Stock. Auf dem Schulhof laufen noch Pflasterarbeiten, in der Mensa des Offenen Ganztags haben die Mitarbeiter des DRK schon mit dem Großreinemachen begonnen. Vor dem Schultor bringen Arbeiter die Grünanlagen auf Vordermann, hinten im Hof klafft noch eine Lücke: „Das Spielgerät kommt da noch rein“, sagt Schulleiter Peter Pawliczek.

Dann wird außen alles fertig sein zum Ende der Ferien - bis auf die Hausmeisterwohnung, die im Sommer umgebaut wird, damit der Offene Ganztag künftig den zusätzlichen Platz bekommen kann, den Uwe Rettkowski als Geschäftsführer des Trägers DRK vor einem Jahr beim Auszug so dringend eingefordert hat. Die Heizung hat die Stadt bei der Gelegenheit der Bergschadensanierung von Koks auf Holzpellets umgestellt. 120 000 Euro hat das gekostet, sagt Dieter Giebelstein, Leiter der Immobilienwirtschaft. 50 Prozent Bundesförderung hat die Stadt dafür eingeworben.

Innendrin allerdings bleibt noch viel zu tun. „Es kommt auf die Lehrer noch eine Menge Arbeit zu“, sagt Pawliczek und dankt den Kolleginnen und Kollegen dafür, dass sie auch in den Ferien mit angepackt haben, um das Projekt Umzug zu stemmen. Es wird noch viel einzuräumen sein: „Die ganzen Medien, die wir im Keller hatten, liegen noch in einem Lager in Duisburg“, sagt Pawliczek. Im Sommer wird er in den Ruhestand gehen, nachdem er seit August 1998 die Schule geleitet hat, Deshalb, sagt er, „habe ich einige Kisten gar nicht mehr ausgepackt.“ So kann er sich mit leichtem Gepäck von „seiner“ Schule verabschieden.

Gleichzeitig hat er eine neue Sammlung begonnen: Erinnerungsstücke für das neue Heimathaus auf Hof Heisterkamp, das in den letzten Jahren bemerkenswerte Baufortschritte gemacht hat. Ein Schreibtisch zum Beispiel, 100 Jahre alt aus massiver Eiche. Und die alte Türklinke der Schule, rund geschliffen von Generationen von Schülerhänden.