Eintritt frei, Spenden herzlich willkommen

Vorfreude auf das Konzert: v.l. Christoph Voegelin (Geschäftsführer Hospiz), Michael Schrameyer (Vorsitzender Kolpingsfamilie), Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, Thomas Stewering, Martin Wissing (Volksbank) und  Pastor Manfred Stücker.
Vorfreude auf das Konzert: v.l. Christoph Voegelin (Geschäftsführer Hospiz), Michael Schrameyer (Vorsitzender Kolpingsfamilie), Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, Thomas Stewering, Martin Wissing (Volksbank) und Pastor Manfred Stücker.
Foto: FUNKE Foto Services
Ehrensache für die Kolpingsfamilie: Nächsten Dienstag soll die Kirche voll werden, wenn das Luftwaffen-Musikkorps zum Benefizkonzert kommt

Bottrop-Kirchellen.. Auf eine volle Kirche und die Spendenbereitschaft der Kirchhellener setzt die Kolpingsfamilie. Sie hat es geschafft, das Münsteraner Luftwaffen-Musikkorps für ein Benefizkonzert nach St. Johannes zu holen. Und das soll sich lohnen, sagt Michael Schrameyer, Vorsitzender der Kolpingsfamilie: „Die spielen nicht für 100 Leute.“ Die Kindergärten der Gemeinde und das Hospiz an der Osterfelder Straße sollen durch die erbetenen Spenden unterstützt werden Als Spnsoren helfen die Volksbank Kirchhellen und der Zeltverleih Balster.

„Musikalische Andacht“

Das 1956 aufgestellte Luftwaffenmusikkorps Münster ist als ein sinfonisches Blasorchester aufgebaut, das mit bis zu 60 studierten Musikern bei Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Bundeswehr mit Klassik, zeitgenössischer Blasmusik, Pop, Swing und traditioneller Marschmusik auftritt. Neben der Gestaltung von Bundeswehrveranstaltungen lässt es sich sehr gerne für den guten Zweck einspannen: Bei Benefizkonzerten haben die Musiker schon gut fünf Millionen Euro eingespielt. Der Kontakt nach Kirchhellen kam durch einen Zufall zustande, erzählt Schrameyer. „Bei einer Kolping-Städtereise kamen wir mit dem Busfahrer ins Gespräch. Er war Dirigent beim Musikkorps.“

Pastor Manfred Stücker hat die Pfarrkirche sehr gern zur Verfügung gestellt für das Konzert, das „den Charakter einer musikalischen Andacht“ haben soll. Nicht nur, weil die Hälfte der Spenden den vier Kindergärten der Gemeinde zu Gute kommen wird“, sondern auch, weil das Konzert die Gelegenheit bietet, „Kirche als einen besonderen Ort zu erleben“. Die allerdings für das Konzert behutsam umgestaltet wird: Thomas Stewering und Reinhold Grewer werden eine zehn mal zwölf Meter große Bühne einbauen, damit das Musikkorps in gewohnter Formation antreten kann: Holz und Saiten vorne, Schlaginstrumente hinten. Weil die Kirche ein offener Raum ist, wird kein Eintritt für das Konzert erhoben, es werden aber Spenden erbeten. Anhaltspunkt: Karten für ein Konzert dieser Qualität (in suventionierten Häusers, wohlverstanden), gibt es üblicher Weise ab 20 Euro. Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder: „Das wird bestimmt ein musikalischer Hochgenuss werden.“ Bis zu 600 Zuhörer, schätzt Stewering, werden in St. Johannes Platz finden.

Die Spenden werden in den Kindergärten und im Hospiz hoch willkommen sein: Pastor Stücker weiß zum Beispiel. dass der Fuhrpark an Kinderfahrzeugen dringend einer Verjüngung bedarf. Außerdem trifft die Gemeinde gerade Vorbereitungen, in Feldhausen für U3-Betreuung zwei neuen Gruppen einzurichten. Und Christoph Voegelin, Geschäftsführer des Hospizes, muss jedes Jahr zusätzlich zur Förderung 200 000 Euro an Eigenmitteln für den Hospizbetrieb zusammen bekommen. „Wir haben inzwischen häufig Gäste aus Kirchhellen. Unser Einzugsbereich reicht von Dortmund bis Wesel, weil es einfach viel zu wenig Hospize gibt.“ Die Wartezeit auf einen Hospizplatz könne bis zu fünf Wochen dauern.