Ein Ringen um Raum und Zeit

Das Schulzentrum zwischen Büchereifiliale (links) und dem sanierungsbedürftigen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.
Das Schulzentrum zwischen Büchereifiliale (links) und dem sanierungsbedürftigen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
CDU und SPD befürworten den 8,1 Mio Euro teuren Sekundarschul-Neubau.CDU will mehr Platz für die Schüler, SPD will vor allem pünktlich fertig werden

CDU wie SPD in der Bezirksvertretung wünschen der neuen Sekundarschule einen bestmöglichen Start. Während die CDU sich noch Verbesserungen im Raumprogramm wünscht, ist die SPD „zufrieden mit der Planung“, sagt SPD-Bezirksfraktionschef Willi Stratmann.

CDU-Ortsverbandschef Rainer Hürter und Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder hatten schon früh im Planungsverfahren Zweifel daran geäußert, ob das neue Schulzentrum mit Sekundarschule und Vestischem Gymnasium genügend Platz bieten wird. Insbesondere die Schulhoffläche halten sie für knapp bemessen, zumal ein Teil des Schulhofes unter dem aufgeständerten Neubau liegen wird. Die CDU hatte die Überlegung ins Spiel gebracht, den Schulen mehr Platz zu verschaffen, indem die sanierungsbedürftige Feuerwache mit Gerätehaus nebenan an anderer Stelle neu gebaut wird (die WAZ berichtete).

Deshalb haben CDU und FDP in der Sitzung der Bezirksvertretung den Planungsauftrag an die städtische Immobilienwirtschaft um die Bitte ergänzt, noch einmal über das Raumprogramm und die Schulhofgröße nachzudenken und Vorkehrungen zu prüfen, um den Neubau vor Vandalismus zu schützen. „Wir bauen eine Schule für die nächsten 40 Jahre“, begründet Schnieder. „Wenn schon, dann machen wir es auch richtig. Und wenn die Schule im Jahr 2018 deswegen einen Monat später aus den Pavillons an die Schulstraße ziehen wird, dann ist das eben so.“

In diesem Punkt gibt es aus Sicht der SPD „keinen Konsens mit CDU und FDP“, sagt Bezirksfraktionschef Willi Stratmann. Der geplante Neubau werde „den Anforderungen voll gerecht“. Aus Sicht der SPD sei eine größere Schulhoffläche „immer wünschenswert. Aber wir müssen’s auch bezahlen können.“ Engpässe auf dem Schulhof könnten durch versetzte Unterrichtszeiten vermieden werden. Er warnt davor, durch die Debatte um den Schulneubau bei interessierten Eltern den abschreckenden Eindruck zu erzeugen, hier werde „Flickwerk“ geschaffen. „Das ist nämlich keineswegs so.“ Die SPD teilt die Einschätzung der Verwaltung, vor allem komme es darauf an, zum Schuljahresbeginn 2018 fertig zu sein mit Neubau, Sanierung des Hauptschulaltbaus und Einrichtung der neuen Schule. Dafür sieht die Verwaltung schon jetzt Eile geboten und will im September dem Hauptausschuss einen Baubeschluss vorlegen, ohne mit den weiteren Planungsdetails noch mal durch die Gremien zu gehen.

In Sachen Feuerwehr, so Stratmann, sei die SPD noch nicht festegelegt. Deshalb sei es sinnvoll, die Kosten für eine Sanierung ebenso wie für einen Neubau zu ermitteln. Aber : „Die SPD hat hier noch Klärungsbedarf.“