Dieses Experiment gelingt schon beim ersten Mal

Jakob (links) und Sebastian zeigen, was Jongleur Linnert ihnen mit den Diabolos beigebracht hat. Die Eltern waren angemessen begeistert.
Jakob (links) und Sebastian zeigen, was Jongleur Linnert ihnen mit den Diabolos beigebracht hat. Die Eltern waren angemessen begeistert.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Das Jugendkloster hat erstmals eine jüngere Ausgabe des Kultur-Camps für Neun- bis Vierzehnjährige aufgelegt. Einhelliges Fazit: Darf wiederholt werden

Gelungene Premiere im Jugendkloster: Zum ersten Mal hat das Team ein „Kultur-Camp“ für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahren angeboten. Der Kurs war mit 30 Kindern ausgebucht, hat Spaß gemacht - und die Teilnehmer wurden bei der Abschlusspräsentation von Eltern und Geschwistern gebührend gefeiert.

Ein ganz klein wenig skeptisch sei er doch gewesen, räumt Pater Ludger Wolfert zum Abschluss des Camps ein. Er ist erst seit Januar am Jugendkloster und hatte sich vom Veranstaltungsformat noch kein Bild machen können. Aber was er täglich aus seinem Fenster beim Blick auf den Klosterhof gesehen hat, muss überzeugend gewesen sein. „Ich bin glücklich, dass das sehr gut gelaufen ist.“ Auch die Eltern berichten beim Finale von begeisterten Erzählungen ihrer Kinder. Nur ein Vater fragt ein wenig ungläubig: „Das haben die bei dem Wetter ausgehalten? Ganz ohne Pool und so?“ Nicht ganz ohne Pool. Das Team hat am Donnerstag, als es ganz heiß wurde, über der Sickergrube ein Planschbecken aufgebaut. Über das,was dann dort stattfand, gibt es unterschiedliche Darstellungen. Wir liegen wohl nicht falsch, wenn wir von Pool-Parties mit Wasserschlacht sprechen.

Aber vor allem wurde kreativ gearbeitet. Gemalt, getanzt, Theater gespielt, jongliert. Die Experten wurden finanziert durch Spenden von Volksbank, Sparkasse und Löchelt-Stiftung. Vor allem Magier und Jongleur Linnert hat Jakob, Sebastian und Tristan etliche Tricks beibringen können, wie sie bei der Präsentation zeigten. Und auch der Ausflug der Fotogruppe brachte spannende Bilder hervor. Ein wenig traurig waren die Kinder der Malgruppe, dass ihre Straßenmalerei auf dem Pflaster am Donnerstagabend vom Gewitter weggewaschen wurde. Aber das sollten ja ohnehin nur Vorstudien sein, die fertigen Gemälde fanden im Jugendkloster respektvolle Betrachter.

„Die Atmosphäre war anders als bei den Kultur-Camps mit den älteren Jugendlichen“, vergleicht Michaela Huwe im Rückblick. „Kein Wunder, die Kinder haben ja diesmal nicht im Kloster übernachtet, sondern sind morgens um 9 gekommen und um 18.30 Uhr abgeholt worden. Und trotzdem gab es ein echtes Gemeinschaftsgefühl.“ Die jungen Künstler hätten sehr konzentriert gearbeitet, sagen die Leiter, auch wenn ihr Aufmerksamkeitsfenster kürzer sei als bei den älteren Jugendlichen. Das haben die Mitglieder der Leiterrunde ausgeglichen: „Wir haben zwischendurch mehr Spiele und mehr Pausen gemacht.“ Vor allem Trinkpausen. Alle 15 Minuten.