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Serie „Kirchhellener Köpfe“

Die Landjugend kann auch ohne Smartphone feiern

10.03.2016 | 18:53 Uhr
Die Landjugend kann auch ohne Smartphone feiern
Max Hetkämpfer-Flockert, Vorsitzender der Kirchhellener Landjugend, am Brauhaus am Ring.Foto: Heinz Kunkel

Max Hetkämper-Flockert ist Vorsitzender der Kirchhellener KLJB. Er ist stolz darauf, was seine Truppe im Dorf bewegt, und auf ihre Party-Disziplin

Wenn die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Kirchhellen zu einer Aktion ruft, dann sind jede Menge Teilnehmer und Spaß vorprogrammiert. Für den reibungslosen Ablauf sorgt nämlich ein 16-köpfiger Vorstand um den 1. Vorsitzenden Max Hetkämper-Flockert.

Max Hetkämper-Flockerts normaler Tag muss irgendwie mehr Stunden als üblich haben, damit er seine vielen Termine unter einen Hut kriegt. Der 20-Jährige ist im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Steuerfachangestellten im landwirtschaftlichen Bereich, arbeitet als Nebenerwerbslandwirt auf dem elterlichen Hof mit und investiert zudem wöchentlich rund fünf Stunden in den Vorsitz der KLJB. „Die Vorstandsarbeit ist klasse, denn wir sind ein Superteam“, freut er sich.

Die KLJB Kirchhellen, die Mitte der 1950er Jahre aus dem 1948 gegründeten „Jungbauernverein“ hervorgegangen ist, umfasst inzwischen rund 300 Mitglieder, die im Dorf jede Menge auf die Beine stellen. Gegründet wurde der Verband 1948 mit nur 60 Mitgliedern. Alleine drei Feten – eine Mottofete, ein Sommerfest und ein Oktoberfest – werden jedes Jahr auf Kirchhellener Bauernhöfen gefeiert. „Worauf wir wirklich stolz sind, ist, dass alle Feten ruhig und gesittet ablaufen, obwohl Alkohol ausgeschenkt wird“, betont Max Hetkämper-Flockert.

„Unser Ziel ist es, mit der KLJB die Gemeinschaft junger Menschen zu fördern. Wenn wir feiern, dann wandern Smartphones in die Tasche und werden stundenlang ignoriert. Dann steht das gemeinsame Feiern und Kennenlernen im Mittelpunkt“.

Pflege der Gräber

Doch auch zahlreiche andere gemeinnützige Maßnahmen gehen auf das Konto der engagierten Kirchhellener KLJB. So werden jedes Jahr die Friedhöfe und Soldatengräber gesäubert. „2015 haben wir zudem den Garten rund um das Pfarrheim auf Vordermann gebracht. Gemeinsam machen solche Aktionen einen Riesenspaß und fördern den Zusammenhalt“, so Max Hetkämper-Flockert.

Dass die KLJB mit ihrem Konzept, zu dem auch Kanufahrten und Fußballturniere gehören, ins Schwarze trifft, zeigen auch die Mitgliederzahlen. 40 neue Mitglieder konnte der Verein 2015 verzeichnen. „Bedingung ist nur, dass das Mitglied mindestens 16 Jahre alt ist, ansonsten ist bei uns jeder gerne willkommen“, so der Vorsitzende. Wer in die KLJB Kirchhellen eintritt, der bleibt der Truppe meistens treu. „Erst mit 30 Jahren, oder wenn man heiratet, gehört man zu den alten Herren oder Damen, denn auch die Mädels mischen bei uns kräftig mit“, grinst Max Hetkämper-Flockert. Die Altersbegrenzung ist konsequent, denn ansonsten wäre das „J“ im Namen der Katholischen Landjugendbewegung auch irgendwie seltsam.

Corinna Prange

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2016-03-10 18:53
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