Die Flüchtlinge kommen erst im März

So gut wie fertig: Anfang März sollen die von der „Aktion Flüchtlingshilfe“ gebauten Holzhäuser Auf der Bredde bezugsfertig sein.
So gut wie fertig: Anfang März sollen die von der „Aktion Flüchtlingshilfe“ gebauten Holzhäuser Auf der Bredde bezugsfertig sein.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Stadt genießt derzeit drei Wochen Zuweisungs-Pause.Holzhäuser Auf der Bredde werden pünktlich bezugsfertig sein

Sozialamtsleiter Peter Sommer rechnet für die zweiten Märzwoche mit dem Beginn der Flüchtlingsunterbringung in den drei neuen Einrichtungen in Kirchhellen. Die „Aktion Flüchtlingshilfe“ wird dann vorbereitet sein: „Wir gehen inzwischen davon aus, dass die Holzhäuser Auf der Bredde zum 7. März bezugsfertig sein werden“, sagt Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder.

Die ersten Flüchtlinge sind schon da: 19 Menschen sind auf dem Gelände des Jugendklosters untergekommen. Das Kloster-Team hatte dem Sozialamt schon im Herbst angeboten, an der Hauptstraße Flüchtlinge aufzunehmen. „Die Betreuung ist organisiert und klappt bisher gut“, sagt Werner Hüppe, der für die evangelische Pauluskirchengemeinde die mehr als 100 freiwilligen Helfer für die Flüchtlingsbetreuung organisiert. Am Dienstagabend hatte er die Leiter der verschiedenen Arbeitsgruppen zu einem Koordinierungstreffen geladen. Dabei ging es darum, die Begleitung der Flüchtlinge bei und nach ihrer Ankunft zu organisieren.

„Wir wollen den Menschen an zwei Stellen feste Anlaufstellen anbieten, damit sie sich orientieren können“, sagt Schnieder. So sollen in den Pfarrheimen am Vikars Kamp in Feldhausen sowie an St. Johannes zu festen Zeiten Cafés stattfinden sowohl für die Flüchtlinge selbst als auch für den Kontakt mit den Betreuern. Außerdem sollen dort regelmäßig Deutschkurse abgehalten werden.

Ursprünglich hatte die Verwaltung angekündigt, die drei Unterkünfte am Liboriweg in Feldhausen, an der Holthausener Straße und auf dem Kirchengrundstück würden voraussichtlich im Februar benötigt. Doch im Moment kann die Sozialverwaltung einmal durchatmen: „Wir bekommen im Moment keine Flüchtlinge zugewiesen“, sagt Sommer. „Das Land hat uns angeboten, drei Wochen lang damit auszusetzen. Wir haben von diesem Angebot sehr gerne Gebrauch gemacht. Denn auch ohne neue Zuweisungen haben wir heute wieder 70 bis 80 Leute auf dem Flur.“

1670 Flüchtlinge werden nach Sommers Angaben derzeit im Sozialamt betreut. Dazu kommen die Menschen, die in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen an der Albrecht-Dürer-Schule und in der ehemaligen Tennishalle an der Braker Straße untergebracht sind. Hier organisieren die Johanniter und das Rote Kreuz Unterbringung, ärztliche Untersuchung und Registrierung, bevor die Menschen in anderen Kommunen untergebracht werden.