Bäume und Sträucher behindern die Sicht
11.08.2009 | 20:41 Uhr 2009-08-11T20:41:00+0200Prof. Rainer Seifert weist auf Unfallgefahren an der Kreuzung Lippweg/Liboriweg hin. Und für die Buslinie 290 schlägt er eine neue Linienführung vor.
Bei einem Verkehrsunfall am 27. Juli wurde ein Kradfahrer schwer verletzt, weil laut Polizei ein 73-jähriger Pkw-Fahrer die Vorfahrtsregeln missachtet haben soll (die WAZ berichtete). „Eine vorschnelle, unkritische Begründung des Fehl-verhaltens des Unfallverursachers”, meint Prof. Rainer Seifert vom Hövekesweg in Feldhausen, „die sich auf dessen Lebensalter beziehen könnte, wie es in neuerer Zeit gern als Argument für ein Fahrverbot älterer Menschen in den Medien diskutiert wird.” Grund für den Unfall sei vielleicht ein anderer: Der Kreuzungsbereich Lippweg/Liboriweg sei ein markanter Gefahrenpunkt.
Die Verkehrsdichte auf dem Lippweg habe in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, namentlich durch zahlreiche Berufspendler. Die Autofahrer missachteten dabei häufig die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Hinzu komme, dass aus Feldhausen kommende Autofahrer etwa beim Abbiegen die Sicht versperrt werde, weil eine Baumreihe, das Schlaunsche Heiligenhäuschen und üppiges Strauchwerk die Sicht stark behinderten.
„Zur Vermeidung weiterer Unfälle sollte daher für einen regelmäßige Rückschnitt der sichtbehindernden Pflanzen gesorgt werden”, schlägt Seifert vor. Zu prüfen wären die Installation zweier Verkehrsspiegel vis-a-vis der Einmündung des Liboriweges in den Lippweg und eine Tempobegrenzung zwischen dem Bahnübergang und der Dorstener Straße auf „Tempo 30”.
Als weiteres Problem sieht Seifert die Fahrtstrecke der Buslinie 290. Die neuen Haltestellen auf der Marienstraße, 'Schlossgasse/Bahnhof' und 'Sportplatz', bewirkten, dass der Bus von 6.03 bis 20.03 Uhr mindestens einmal, in der Schulzeit sogar mehrmals pro Stunde die Kapellenstraße, die Marienstraße, den östlichen Teil des Dornbusch und den Hövekesweg befahre. „Durch den zusätzlichen Verkehrslärm und die Luftverschmutzung ergeben sich für die Anwohner der Straßen erhebliche Belastungen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass diese Verkehrswege für den Busdurchgangsverkehr nicht ausgelegt sind und dadurch Verkehrsteilnehmer nicht unerheblichen Risiken ausgesetzt sind”, mahnt Seifert. Zumal sich am Hövekesweg das Pfarrheim, der Friedhof, der Kindergarten, die Gemeinschaftsgrundschule und der Kinderspielplatz befänden.
Rainer Seifert schlägt eine alternative Linienführung der Linie 290 vor: Dorstener Str. - Warner Allee - Im Grund - Feldhausener Str. - Lohbraucksweg - Liboriweg (Haltestelle Vikarskamp) und weiter wie bisher. So werde der Ortskern entlastet, die Unfallgefährdung minimiert.
23:18
Was die Buslinie angeht, so sieht man kaum (fast nie) Fahrgäste. Was da an Umweltverschmutzung nutzlos veranlasst wird, ist mehr als grotesk.
16:53
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Alberto hat den Beitrag von Dr. Seifert absolut nicht verstanden. Es geht hier um die Pendler, die aus Gelsenkirchen/Scholven nach Gladbeck/Kirchhellen fahren und dabei den Lippweg benutzen. Die Kreuzungen sind dabei vom Liboriweg und der Marienstrasse überhaupt nicht einsehbar. Also, erst denken, dann schreiben
17:24
Wenn die Verkehrsdichte auf dem Lippweg in den letzten Jahren durch zahlreiche Berufspendler deutlich zugenommen hat (wie Herr Seifert in dem Artikel zitiert wird), so ist dies doch gerade ein Zeichen dafür, dass die ÖPNV-Verbindungen von und nach Feldhausen nicht ausreichend sind. Warum fahren diese Berufspendler denn nicht mit dem Bus? Weil das Angebot noch immer nicht attraktiv genug ist! Eine Verlegung der Buslinie von den Siedlungsschwerpunkten auf die Warnerallee führt nur dazu, dass der Autoverkehr in Feldhausen weiter steigen wird. Ja, ein großer Bus bringt kurzfristig Lärm in die Siedlung. Aber langfristig hilft er, Mobilität ohne Pkw zu fördern. Zu Fuß gehen, Fahrrad fahren und die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen ist bringt der Allgemeinheit weit weniger Nachteile als eine Autofahrt.
20:13
Ich schließe mich der Stellungnahme des Herrn Seifert an.
Die Buslinie 290 ist eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer und ab Montag vorallem für die Kinder auf dem Hövekesweg (die Grundschule und der Kindergarten befinden sich bekanntlich dort). Oftmals befährt der Bus diese Straße viel zu schnell, dies werden die Bewohner sicherlich bestätigen können.
Auch wird fast bei jeder durchfahrt das Rechts-vor-Links an der Ecke Hövekesweg Vikarskamp missachtet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dort ein schwerer Verkehrsunfall ereignet (denn so ein Bus, mit ca. 30-40 Km/h, hat schon ein ordentliches Gewicht, wenn er auf ein Objekt trifft).
Es sei auch die hohe Auslastung der Linie 290 erwähnt. Der Bus ist in Feldhausen eigentlich ausschließlich leer zu sehen.
09:46
Wer braucht schon Busse in Feldhausen ?