Angela und Guido, ein altes Wandbild
14.02.2012 | 18:01 Uhr 2012-02-14T18:01:00+0100
A bisserl verstaubt, vergilbt, verkratzt schaun’s schon aus, die Angela und der Guido. Aber das liegt natürlich nur an der Technik, die Dieter Jonderko für sein Bild „Die Politiker“ verwandt hat: eine Mischtechnik mit diverser Spachtelmasse, ein Politikern vertrautes Material also. „Es soll ein altes Wandbild darstellen“, erklärt der 62-jährige Bottroper das Konterfei des Koalitions-Duos Merkel/Westerwelle.
Porträts dominieren die kleine Ausstellung, die gestern im Bürgerbüro am Kirchhellener Ring 84 eröffnet wurde. Zu sehen sind bekannte Gesichter wie Peter Maffay, Dalai Lama, Clint Eastwood, Heiner Brand oder OB Bernd Tischler. Gesichter und Menschen, die Dieter Jonderko fasziniert haben. Der gelernte Versicherungsfachwirt bevorzugt für seine Porträts die Aquarellzeichnung in Schwarz-Weiß. Und das hat seinen Grund: „Die Gesichter leben vom Hell-Dunkel-Kontrast. Nur Flächen, keine Schraffuren. Die unterschiedlichen Helligkeiten ergeben das Bild“, sagt er. Erst seit 15 Jahren befasse er sich intensiv mit Gesichtern, „weil hier das genaue Sehen geschult wird und man schnell erkennen kann, ob die Proportionen stimmen und die Ähnlichkeit erreicht wird.“ Rund 15 Stunden Zeit nimmt er sich für ein Porträt.
Dieter Jonderko ist Mitglied der Kunstgemeinschaft Bottrop, er malt seit bereits 40 Jahren und war auch schon bei der Jahresausstellung Bottroper Künstler vertreten. Gelernt hat er u.a. beim verstorbenen Bottroper Künstler Heinz Voss. Zu seinen Arbeiten zählen abstrakte Acrylbilder, wie der kunterbunte Kasper, eine konstruktivistische Formgebung. Für seine Bilder verwendet er häufig Pigmente und Materialien wie Sand, Pappe, Marmormehl. Eine Auswahl dieser Bilder ist zurzeit im Bürgerbüro des Bottroper Rathauses zu sehen. In Kirchhellen bis 23. Juli.
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