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Alle haben etwas davon

15.08.2012 | 18:39 Uhr
Alle haben etwas davon
Monika Smolka (l.) bastelt mit Senioren des Caritas-Hauses St. Johannes Armbänder für den guten Zweck. Foto: privat

Kirchhellen. Der Name ist Programm. „Menschen für Menschen“ heißt die von Karlheinz Böhm gegründete Stiftung. Nun ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Kirchhellener Arbeitskreis der Stiftung und den Senioren im Caritas-Haus St. Johannes entstanden.

Gemeinsam basteln sie für den guten Zweck. So entstanden Freundschaftsbänder für Fußballfans in Schwarz-Rot-Gold oder in den Farben der Erzrivalen Schalke und Dortmund. Gläser werden zu Tischleuchten umfunktioniert und Blumentöpfe mit Serviettentechnik verschönert. „Wir haben in der letzten Woche mit der Zusammenarbeit begonnen. Die Begeisterung bei den Senioren war wirklich groß, sie haben mit vollem Eifer mitgebastelt“, erzählt Monika Smolka von der Stiftung.

„Wetten dass?“ war der Auslöser

Das Basteln dient aber nicht nur der Freude, sondern auch noch einem guten Zweck. Die Produkte werden im hauseigenen Laden der Senioreneinrichtung an der Gartenstraße verkauft. Der Erlös kommt Böhms „Äthiopienhilfe“ zugute. Smolka: „So haben alle etwas davon. Für die Älteren ist das ja auch ein tolles Gefühl. Zum einen, weil sie helfen können, zum anderen, wenn zum Beispiel mal Angehörige zu Besuch kommen und die dann sagen können: Guck mal, das habe ich gemacht.“ Auf die Idee ist Smolka gekommen, weil sie ehrenamtlich in der Wohnanlage vorliest. So habe sich das irgendwann ergeben. „Aber noch steckt ja alles in den Kinderschuhen“, sagt sie.

Zumindest das Projekt. Der Kirchhellener Arbeitskreis selbst existiert seit acht Jahren und hat 22 Mitglieder. Er ist in diesem Jahr sogar für den „Deutschen Engagementpreis“ nominiert.

Die Äthiopienhilfe wurde 1981 von Karlheinz Böhm gegründet. Auslöser war ein Auftritt bei „Wetten, dass?“. Seine These damals: Dass nicht „jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben österreichische Schilling für Menschen in der Sahelzone spendet“. So kam zumindest die erste gute Million zusammen (damals noch D-Mark).

Mit dem Geld wurden und werden Krankenhäuser, Schulen und Brunnen gebaut, und es werden Bildungsprogramme und Aids-Präventionen durchgeführt. „Es ist aber immer Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Smolka das Prinzip.

Von Christian Vooren

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