1500 Reiter zum Springturnier in Kirchhellen erwartet

Die Planung für das große Reit- und Springturnier laufen auf Hochtouren.
Die Planung für das große Reit- und Springturnier laufen auf Hochtouren.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Ländliche Reit- und Fahrverein hat sein Frühjahrsturnier um die meisten Dressurprüfungen abgespeckt . Dafür gibt es jetzt fünf Springprüfungen.

Bottrop-Kirchhellen..  Bis zu 1500 Meldungen erwartet der Ländliche Reit- und Fahrverein zu seinem Reitturnier über Himmelfahrt auf dem Hof Dieckmann am Lohbraucksweg.

Um den logistischen Aufwand überschaubar zu halten, wird das Turnier eine reine Spring-Sportveranstaltung. Die Dressurprüfungen hat der Verein zu großen Teilen aus dem Programm genommen, was dem Publikumszulauf wohl keinen Abbruch tun wird, sagt Vereinssprecher Gerold Dieckmann. „Bei den Dressurprüfungen hatten wir oft mehr Personal als Zuschauer am Parcours.“

Luft für die Helfer

Im Programm wird es noch einige Dressurprüfungen geben, aber nur noch bis Stufe L. Das schafft Platz im Programm und Luft für die rund 30 ehrenamtlichen Helfer, die den Auf- und Abbau sowie die Durchführung der Vier-Tage-Veranstaltung stemmen müssen. Die Freiwilligen kommen „überwiegend aus der Stallgemeinschaft, aber auch von anderen Vereinen. Wir helfen uns gegenseitig“, sagt Beisitzer Rüdiger Ernst.

Das Turnier startet am Donnerstag, 14. Mai, mit kleinen Prüfungen. Am Freitag werden die guten Reiter ihre vier- bis sechsjährigen Nachwuchs-Springpferde vorstellen, bevor die Sichtungsprüfungen beginnen. Sportlich haben die Veranstalter das Prüfungsangebot ausgebaut mit fünf Springen bis hoch zur Klasse S**, der Große Preis von Kirchhellen ist in diesem Jahr aufgestockt worden von 5000 auf 7500 Euro. Finanziert wird das von Sponsoren. „Das wird immer schwieriger“, berichtet Vereinsvorsitzender Dirk Köhne. Trotz der Streichung einiger Dressurprüfungen verspricht Köhne für jeden Tag ein Programm „von acht Uhr früh bis zum Einbruch der Dunkelheit“.

Die Veranstalter sind sicher, auch in diesem Frühjahr wieder mit prominenten Startern Publikum anlocken zu können. Nur: Viel sagen können sie noch nicht über das Starterfeld, weil die Meldefrist erst am heutigen Dienstagabend endet und am selben Wochenende das Hamburger Derby ausgetragen wird.

Der Hof Dieckmann ist inzwischen für den Ländlichen Reit- und Fahrverein zum zentralen Standort geworden. Nachdem der Verein auf dem Reitgelände An der Linde den heimatlos gewordenen Reit- und Fahrverein Sterkrade 1924 pünktlich zu dessen 90. Geburtstag eine neue Heimat gegeben hat, finden jetzt alle Reitaktivitäten von der Vorbereitung auf die Reitabzeichenprüfung über das Training bis zum großen Turnier am Lohbraucksweg statt. Das mache für beide Vereine Sinn, sagt Rüdiger Ernst. „Schulpferde und Turniersport - das passt nicht gut zusammen.“