Kinderklinik: Der kurze Weg ist wichtig
28.03.2011 | 17:26 Uhr 2011-03-28T17:26:00+0200
Bottrop. Für den kinderärztlichen Notdienst in Bottrop ist seit der Neuregelung der Notdienste zum 1. Februar die Kinderklinik des Knappschaftskrankenhauses Gelsenkirchen-Buer zuständig. Aber in der Kinderklinik am Marienhospital werden wie zuvor auch in den Nachtstunden junge Patienten behandelt: „Für uns hat sich nichts geändert“, betont Klinikchef Dr. Martin Günther.
Wenn die Praxen der Kinderärzte in Bottrop geschlossen sind, also mittwochs und freitags nachmittags sowie abends bis 22 Uhr und an den Wochenenden, ist zunächst der kinderärztliche Notdienst in der Ambulanz des Bergmannsheil zuständig. Ab 22 Uhr übernimmt die Kinderklinik des Gelsenkirchener Krankenhauses die Notfall-Versorgung, und nach dem Willen der Kassenärztlichen Vereinigung ist sie zuständig für die Versorgung kranker Kinder in Bottrop und Gladbeck, in Dorsten und Gelsenkirchen. Dr. Günther hält diese Regelung der Kassenärztlichen Vereinigung aus Bottroper Sicht für überflüssig: Wenn Eltern mit ihrem kranken Kind nachts oder zu Zeiten, da die Praxen der niedergelassenen Kinderärzte geschlossen seien, Hilfe in der Notfallambulanz der Kinderklinik in Bottrop suchten, werde sie kein Arzt abweisen: „Warum sollten denn Eltern mit ihrem fiebernden Kind nachts nach Buer fahren? Das müssen sie nicht, sie können zu uns kommen.“
Denn auch die Kinderklinik Bottrop sei zu Notdienst-Zeiten mit einem Mediziner besetzt. Gäbe es die Notfall-Ambulanz in der hiesigen Kinderklinik nicht, könnte der Klinik-Chef den Hinweis auf die dienstbereiten Kinderärzte im Bergmannsheil in Buer verstehen, aber unter bestehenden Bedingungen sei die Bottroper Kinderklinik ebenso einsatzfähig und für die Bottroper Patienten besser erreichbar. Während Eltern aus Dorsten, Schermbeck und Gelsenkirchen ihre kranken Kinder wohl in die Klinik nach Gelsenkirchen bringen.
Nach Dr. Günthers Auffassung steht die neue kinderärztliche Notdienst-Regelung auf dem Papier, während die Praxis anderen Regeln folgt. Die kassenärztliche Vereinigung könne es Eltern nicht verwehren, auf kurzem Wege Hilfe für ihr krankes Kind zu suchen: „Kein Patient hat Nachteile zu erwarten.“ Und die Kinderklinik werde nach wie vor ihre Notfall-Behandlungen der Kassenärztlichen Vereinigung in Rechnung stellen.
Eine Änderung des Elternverhaltens bei der Entscheidung für eine Kinderklinik kann Dr. Günther bisher nicht feststellen: Wenn die Bottroper Eltern die neue kinderärztliche Maßgabe ernst nähmen, müssten die Behandlungszahlen der jungen Bottroper Patienten in der Kinderklinik zu Notdienst-Zeiten sinken. Aber davon sei nicht zu spüren.
10:04
@2 können Sie gerne tun. nur das Leben unserer Kinder ist uns wichtig und das wollen wir nicht aufs Spiel setzen.wenn sie selbst und 4 weitere Familien ihre Kinder dort fast verloren hätten wäre diese Klinik für sie auch Tabu.
eine Klage hat die Klinik schon verloren und die nächsten liegen dem Gericht vor. in der Klinik wird ja gerne mal eine Spritze verwechselt. hoffen wir mal, dass dies ihrem Kind nicht passiert. wenn schon Kinderärzte hinter verschlossenen Türen dringend abraten diese Klinik aufzusuchen dann sollte auch der Letzte hellhörig werden.
22:55
Wir würden unser Kind niemals woanders behandeln lassen.
16:50
mag sein, dass die Kinderklinik näher ist aber dennoch würden wir unser Kind dort nie wieder behandeln lassen.