Bottrop

KG 13 feiert Gala-Premiere im Prisma

In die Diskothek Prisma hatte die KG 13 ihre Prunksitzung verlegt. Eine gute Wahl, wie sich am Dienstagabend herausstellte. Der Saal kam sofort in Stimmung.
In die Diskothek Prisma hatte die KG 13 ihre Prunksitzung verlegt. Eine gute Wahl, wie sich am Dienstagabend herausstellte. Der Saal kam sofort in Stimmung.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Zur Prunksitzung rückten die mehrere hundert Gäste enger zusammen, denn die KG 13 verlegte ihre Gala vom Saalbau in die Disco Prisma. Die Stimmung stimmte von Anfang an.

Bottrop.  . „Der Saalbau war einfach zu groß“, meint Ingolf Müller, Präsident der KG 13 und inzwischen schon so etwas wie Urgestein im Bottroper Karneval. Die Verlegung der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft ins „Prisma“ im Osten der Stadt traf ins Schwarze. Eine Premiere.

Mehrere hundert Gäste waren gekommen, um gemeinsam 13 Tage vor Rosenmontag die Prunksitzung zu feiern, zu lachen und Spaß zu haben. Und die Jecken mussten nicht lange warten, bis auch schon der Stargast des Abends die Bühne betrat: Guido Cantz gab sich die Ehre. Eine gute halbe Stunde strapazierte Cantz Lachmuskeln und Zwerchfelle, eine Pointe gab die nächste. Ob politisch oder tagesaktuell, der wasserstoffblonde Entertainer aus dem Rheinland hatte alles parat. Zum Hype um Helene Fischer wusste Cantz zu berichten: „Egal wo du hin zappst, Helene ist schon da. Daher hab’ ich mir jetzt auch keinen Adventskalender mehr gekauft. Hinter irgend einem Törchen wär’s dann soweit gewesen.“

Cantz Stammbaum übrigens birgt Überraschungen. Er ist ein Nachfahre des lutherischen Theologen und Reformators Kaspar Kantz, dem Verfasser der ersten bekannten evangelischen Gottesdienstverordnung. Dieser Kirchenmann war zugleich ein Vorfahre des ersten Bundespräsidenten, Theodor Heuss.

Tanzen

Die diesjährigen Tollitäten, Klaus III. und Christiane III., hielten eine Laudatio auf die Freude des Karnevals. Da passte es gut, dass zeitgleich „ihr“ FC Schalke 04 einen Punkt beim Ligaprimus Bayern München ergatterte.

Es wurde getanzt, und das nicht zu knapp. Die Tanzgarde der KG 13 steht schon für kurzweilige Unterhaltung. Wie gewohnt gab es aber auch wieder ein Glanzlicht: In diesem Jahr kam es von der „Luftflotte“. Spektakulär und bis ins Detail einstudiert flogen die Mariechen durch die Luft und zeigten die Herren halsbrecherische Aktionen. Die Kölner Tanzgarde gilt als Meister ihres Fachs und ist längst berühmt. Dazu nahm sie einen langen Anlauf. Die „KG Sr. Tollität Luftflotte“, wie die Formation offiziell heißt, gibt es seit 1926. Schon ein Jahr nach der Gründung verschrieb man sich dem qualitativen Gardetanz.

Bis in den frühen Morgen

Unter den Närrinnen und Narren nicht minder bekannt ist Marita Köllner, „Et fussich Julche“, die an diesem Abend mit Gesang und Anekdoten aus der Hauptstadt des Karnevals plauderte.

Wie gewohnt war nach Abschluss des Bühnenprogramms noch lange nicht Schluss, die Lichter im Prisma brannten bis in die frühen Morgenstunden. Ein Indiz für einen wirklich gelungenen Abend.

Dazu gibt es hier eine Fotostrecke.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE