Kapellen spielen Udo-Jürgens-Hits

Die Musiker  der Kirchhellener Blasmusik und der Blaskapelle Grafenwald geben im Brauhaus am Kirchhellener Ring ein gemeinsames Neujahrskonzert.
Die Musiker der Kirchhellener Blasmusik und der Blaskapelle Grafenwald geben im Brauhaus am Kirchhellener Ring ein gemeinsames Neujahrskonzert.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Beim ausverkauften Neujahrskonzert der Kirchhellener Blasmusik und der Blaskapelle Grafenwald im Brauhaus singt das Publikum im Finale begeistert mit.

Kirchhellen..  Das Kirchhellener Brauhaus am Ring platzte einmal mehr aus allen Nähten. Das gemeinschaftliche Neujahrskonzert der Kirchhellener Blasmusik und der Blaskapelle Grafenwald 1924, das zum sechsten Mal in Folge stattfand, war restlos ausverkauft. Angestellte Stuhlreihen bis fast an den Saaleingang zeugten von einer sehr großen Resonanz, an die sich die Musiker bereits gewöhnt haben.

Wer Erhard Naschinski, musikalischer Leiter der Kirchhellener Blasmusik, und sein Grafenwälder Pendant, Uwe Krause, kennt, der weiß, dass die Zusammenstellung der Musikstücke auf mehr als Zufall und Bauchgefühl beruht. „Wir möchten jedes Jahr etwas Neues und für jeden etwas bieten“, gab Erhard Naschinski von der Kirchhellener Blasmusik die Marschroute vor, die mit Bravur eingehalten wurde.

In diesem Jahr entschieden sich die musikalischen Leiter für einen Mix aus traditionellen und klassischen Klängen, bekannter Filmmusik und Stücken aktueller Künstler. Und einer durfte dabei nicht fehlen: so wurde eines ganz großen Entertainers gedacht. Gemeinsam feierte man Udo Jürgens und seine Musik. Mit seinem Tophit „Ich war noch niemals in New York“ schwelgte so mancher Gast im Saal wohl noch einmal in schönen Erinnerungen.

Viele Stammgäste im ausverkauften Saal

Auch wieder mit im Publikum war Oberbürgermeister Bernd Tischler, der für das Neujahrskonzert „nicht ohne Stolz gerne wieder die Schirmherrschaft übernommen hatte“.

Den Anfang machte die Kirchhellener Blasmusik, die mit dem Stück „Glückliche Reise“ aus dem Filmklassiker „Die drei von der Tankstelle“ aufwarteten. Nicht ungewohnt für das Publikum, welches vor allem aus vielen Stammgästen besteht, waren Klänge von Johann Strauss. „Der hat einfach klasse Musik gemacht, der Strauss darf nicht fehlen“, erklärt Naschinski. Während es letztes Jahr die „Rosen aus dem Süden“ waren, spielten die Musiker nun einen Walzer-Potpourri, „Du und Du“.

Der Aufbau des Abends ist traditionell: die Kirchhellener machen den Anfang, es folgen die Grafenwälder. Den Abschluss des Abends bestreiten beide Orchester gemeinsam. Erfahrungsgemäß endet das in einem tosenden Finale, das niemanden auf den Stühlen hält.

Oberbürgermeister dirigiert Radetzky-Marsch

Die Blaskapelle Grafenwald bot flotte Töne auf. Dabei präsentierte sie sowohl Polka als auch ein Medley aus „Hollywood Milestones“, bei dem die meisten Stücke dem Publikum durchaus bekannt gewesen waren.

Lautstark und abwechslungsreich bestritten beide Orchester den letzten Teil des kurzweiligen Abends. Der Klassiker der Blasmusik, der Florentiner Marsch, kam hervorragend an, ehe das Publikum selber gefordert wurde. Beim Stück „Ghostbusters“ rief das Publikum an den passenden Stellen den Titel, ganz wie im Original. Als Zugabe gab es – natürlich - noch einmal Musik des großen Entertainers Udo Jürgens.

Auch Schirmherr Bernd Tischler musste übrigens noch einmal ran: zum Ende des Konzertes versuchte er sich als Dirigent. Den Radetzky-Marsch dirigierte der Oberbürgermeister souverän und unter Applaus des Publikums.