Kampf um die Brücke an der Lütkestraße geht weiter
13.10.2011 | 17:48 Uhr 2011-10-13T17:48:00+0200
Bottrop.Die Hoffnung auf eine neue Brücke an der Lütkestraße sinkt immer weiter. Das wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd deutlich. Das Problem ist älter als die Brücke selbst - es fehlt an Geld. Selbst wenn eine neue Brücke nur für Fußgänger und Radfahrer konzipiert würde, lägen die Kosten hierfür bei rund 50 000 Euro.
Weitaus teurer wäre das Vorhaben, wenn Autos die Brücke befahren sollten. Zufrieden ist mit der Lösung niemand, allerdings müssen die Ausgaben von der Bezirksregierung Münster genehmigt werden. Darauf kann Bezirksbürgermeister Gerhard Bongers ebenso wenig Hoffnung machen wie auf eine finanzielle Förderung.
Aber dass eine neue Brücke gebaut werden muss, da sind sich alle einig. „Keiner von uns will, dass die Brücke wegkommt. Wir kämpfen alle für das gleiche Ziel“, so Bongers.
Die Bürger befriedigt das wenig. Zu groß ist die Sorge, wie es ohne einen Übergang weitergehen soll. Zum einen sei der Umweg, der ohne die Brücke entstehen würde, gerade für ältere Menschen, die von der Boy etwa zum Ostfriedhof wollen, unzumutbar. Und dann die Sorge, dass nach einem Abriss der Brücke Kinder, deren Schulweg heute noch über die Brücke führt, einfach über die Gleise laufen. Dazu müsse der Bereich besser abgesichert werden. Das wiederum kostet Geld.
Bereits 2009 wurde die Überführung für den Pkw-Verkehr gesperrt, da sie der Belastung nicht mehr standhielt. Üblicherweise werden Brücken alle drei Jahre auf ihre Sicherheit überprüft. An der Lütkestraße wurde zunächst jährlich kontrolliert, mittlerweile ist man so weit, dass mehrmals pro Woche jemand prüft. Vor allem an der Unterseite ist das Bauwerk so marode, dass man Sorge hat, Teile könnten auf die Gleise fallen. Bongers kündigte an, sich noch einmal an die Bezirksregierung zu wenden. Einigen unzufriedenen Anwohnern reichte das offenbar nicht. Sie wollen selbst nach Münster gehen.
05:31
Baut eine Brücke und verlangt Wegegeld ( Maut ) Auf jeder Seite ein Häuschen mit einem Kassierer und so entstehen auch noch Arbeitsplätze. Das wäre doch mal was Neues für die Innovationcity.
21:13
Auf einer Halde, die nicht frequentiert wird, werden Aussichtsplattformen und Bänke errichtet, nur um kurz darauf von marodierenden Jugendlichen zerstört zu werden, oder zumindest stark verschmutzt. Für wirklich wichtige Sachen ist kein Geld da, aber so eine kleine Brücke kann ja auch nicht als Prestigeobjekt gefeiert werden.
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