Kammern suchen neue Idee für Öko-Ausgleich

Will ein Unternehmen wachsen und braucht mehr Fläche, muss es zum ökologischen Ausgleich weitere Flächen kaufen. Die dienen dann zum Beispiel Aufforstungen oder Renaturierungen und sind meist genauso groß wie die eigentliche betriebliche Nutzfläche, nicht selten deutlich größer.

Alternativ: Radwegebau

Sowohl die Industrie- und Handelskammer als auch die Handwerkskammer wollen nun Änderungen durchsetzen und haben u.a. die beiden Bottroper Landtagsabgeordneten Cornelia Ruhkemper (SPD) und Anette Bunse (CDU) zu Gesprächen eingeladen.

Die Präsidenten von IHK und HWK, Benedikt Hüffer und Hans Hund, wollen verhindern, dass der Ausgleich „weiter zu Lasten landwirtschaftlicher Flächen geht“. Denn solche Areale stehen anschließend den Bauern nicht mehr zur Verfügung. Die Kammerpräsidenten regen an, über Alternativen nachzudenken und könnten sich etwa die Mitfinanzierung von Radwegen vorstellen.

Die Ausgleichsmaßnahmen haben nach Ansicht der Wirtschaft inzwischen ein Ausmaß erreicht, das Investitionen von Unternehmen erschwert. Die Kosten der Kompensationsmaßnahmen könnten vor allem die finanziellen Möglichkeiten gerade kleiner und mittelständischer Betriebe schnell übersteigen.

Im Ergebnis werde durch die bestehende Regelungen der Flächenverlust für die Landwirtschaft unnötig erhöht und das Flächenangebot künstlich verknappt.

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