Kaltes Heim in Welheim
10.02.2012 | 17:40 Uhr 2012-02-10T17:40:00+0100
Bottrop. Die Bibber-Kälte in ihrer Wohnung hat für Anne Kowallik und Erhard Friedrich vorerst ein Ende. Am 1. Februar war in dem Reihenhaus an der Aspelstraße die Heizung ausgefallen. Betroffen waren auch sechs angrenzende Wohnungen.
Die Mieter versuchten, das zuständige Wohnungsunternehmen „Deutsche Annington“ zu erreichen - zunächst erfolglos. Nach sechs Tagen reagierte das Unternehmen. Jeder Mieter erhielt als vorläufigen Ersatz einen Heizlüfter. „Bei vier Zimmern reicht das doch nicht“, ärgert sich Erhard Friedrich.
Gestern morgen bekam das Ehepaar Besuch. „Der Mitarbeiter einer Heizungsfirma hatte zwei weitere Heizlüfter dabei“, sagt Anne Kowallik. „Der andere Mann war von der Deutschen Annington und meinte, dass die Reparatur noch einige Tage wegen Materialengpässen dauern würde.“
Gegen Mittag stand plötzlich ein ELE-Monteur im Auftrag des Wohnungsunternehmens vor der Tür. Er wolle die defekte Umwälzpumpe am Heizkessel im Keller austauschen. „Nach dreißig Minuten hat die Heizung wieder funktioniert“, so Erhard Friedrich.
Auch in den anderen Wohnungen steigt nach Tagen wieder die Temperatur. „Warum hat das alles so lange gedauert“, fragte Anne Kowallik.
Die WAZ fragte bei der Deutschen Annington nach. „Die Heizungsfirmen arbeiten zurzeit am Anschlag“, sagte Unternehmenssprecher Dr. Jürgen Frech. Zudem sei es augenblicklich nicht leicht, Ersatzteile für defekte Heizgeräte zu besorgen. „Die Fernwärmeheizung in der Aspelstraße ist repariert, allerdings sei das Gesamtproblem noch nicht behoben. An der örtlichen Fernwärmeversorgung werde weiterhin gearbeitet.
Anne Kowallik bleibt skeptisch - trotz der jetzt wieder warmen vier Wände. Denn schon in der Vergangenheit habe sie die Erfahrung gemacht, dass im Winter die Heizung den Geist aufgab. „Seit sieben Jahren fällt in dieser Jahreszeit regelmäßig die Heizung aus.“ Die Probleme lägen jedes Jahr woanders.
„Die durch die Heizlüfter entstandenden Mehrkosten übernimmt die Deutsche Annington“, sagt Jürgen Frech.
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