Junges Kreativnetzwerk Bottrop wächst schnell

Locker war die Atmosphäre beim zweiten Gründungstreffen des Kreativnetzwerks Bottrop im Eiscafé „Da Rino“.
Locker war die Atmosphäre beim zweiten Gründungstreffen des Kreativnetzwerks Bottrop im Eiscafé „Da Rino“.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rund 50 kreative Köpfe aus der Stadt wollen sich an der gemeinsamen Plattform „Made in Bottrop“ beteiligen. Oberbürgermeister Bernd Tischler sagt Unterstützung zu.

Bottrop..  Das junge Kreativnetzwerk Bottrop wächst: War zur Gründung im November noch von 30 Firmeninhabern die Rede, so zählt Mitinitiator Michael Bokelmann jetzt schon rund 50 Interessierte, die sich an der gemeinsamen Plattform beteiligen wollen. Viele von ihnen nutzten am Mittwochabend die Gelegenheit, beim zweiten Gründungstreffen miteinander ins Gespräch zu kommen. Und erlebten: Auch die Stadt steht hinter der Kreativwirtschaft in Bottrop.

OB Bernd Tischler folgte der Einladung des Netzwerks „Made in Bottrop“ ins „Da Rino“ und würdigte die Initiative: „Ich erlebe, dass die Bottroper selbstbewusster geworden sind. Da haben Sie mit ihrem kreativen Potenzial großen Anteil dran.“ Er bewertete die Kreativwirtschaft als Chance und versprach: „Was wir als Stadt in unserem Rahmen leisten können, werden wir ihrem Netzwerk zur Verfügung stellen.“ Die Wirtschaftsförderung, die das Netzwerk mit aus der Taufe gehoben hat, sponsorte nicht nur die Saalmiete. Sie würde auch gerne Kreativ-Unternehmen gewinnen, die bei der Ausbildungsmesse im Saalbau ihre Berufe vorstellen.

Auswahl gibt es genug: Das Spektrum der kreativen Szene, die laut Bokelmanns Liste in der Stadt insgesamt etwa 80 Unternehmen zählt, ist groß. Das zeigte sich auch am Mittwoch – da traf etwa der Redakteur (wie Bokelmann selbst) auf die Fotografin, der Architekt auf den Filmer, der Goldschmied auf den Malermeister, der Tischlermeister auf den Betreiber eines Internet-Radios, der Veranstalter auf den Werber. Der Anspruch: Produkte und Ideen auf kreative, innovative Weise auf den Markt bringen.

Seit dem ersten Gründungstreffen vor zwei Monaten hat sich schon das ein oder andere entwickelt. Nicht nur, dass es nun Blöcke und Stifte mit dem Schriftzug „Made in Bottrop“ gibt. Bokelmann registrierte bereits interessierte Anrufe, etwa von der Hochschule Ruhr West oder einem Magazin aus Essen, das junge Kreativ-Unternehmen vorstellen will. Eine Anfrage, die der Moderator des Treffens gleich in die Runde spielte.

Durchs Netzwerken komme zwar nicht gleich „Asche in die Tasche“, wie Bokelmann es formulierte, aber das erwarten die Teilnehmer auch nicht unbedingt. Fotografin Annette Friedenstein etwa freute sich, die ersten Kontakte u.a. zum Stadtfest-Veranstalter schon geknüpft zu haben. Zeljko Crepulja (Online-Marketing) hat viele Netzwerkpartner bundesweit – und lernt jetzt auch Bottroper Akteure kennen. Michaela van den Hoff gründete erst im Oktober 2013 ihre Werbeagentur und sagt: „Hier kann man selbst neue Ideen bekommen und auf der anderen Seite andere bei ihren Projekten unterstützen.“

Bei künftigen Netzwerk-Treffen soll auch über bestimmte Themen informiert werden, etwa über Pressearbeit oder das Produzieren von Videofilmen für soziale Netzwerke.