Junge Tüftler zeigen Forschergeist

Wie eine elektrische Reihenschaltung funktioniert, eine Rakete fliegt oder Wasser geklärt wird, können die jungen Nachwuchswissenschaftler der Gregor- und Ludgerusschule genau erklären. Wie junge Profis stellen sie ihre Forschungsexperimente vor, die sie in den letzten Wochen im Unterricht erarbeitet haben: da wurde viel getüftelt, ausprobiert und experimentiert. Das Konzept „Learning by Doing“ schlägt an - die Präsentation meistern die Kinder mit Leichtigkeit und sind in ihrem Wissensdrang kaum zu bremsen.

Vorsichtig stülpt Hannah Becker (10) einen Luftballon über eine Plastikflasche. „Wir untersuchen jetzt, wie sich Wärme und Kälte auf Stoffe auswirken“, erklärt sie und legt die Flasche erst in ein kaltes, dann in ein warmes Wasserbecken. Zufrieden kommentiert sie das gelungene Experiment: „Weil Wärme die Luft ausdehnt, bläst sich der Ballon auf, bei Kälte schrumpft er“.

Nach den Präsentationen der Kinder stellen die Zwölftklässler des Berufskollegs die Ergebnisse ihrer Projekte vor. Seit Oktober haben die Jugendlichen zum Thema „vernetzte Kommunikation und Energietechnik“ geforscht. „Wir haben uns in Kleingruppen mit Studenten der Hochschule getroffen, um zusammen ein Thema zu erarbeiten“, erklärt Manuel Doerk (17), Schüler am Berufskolleg. In seinem Vortrag geht es um das Betriebssystem Linux.

Uniluft schnuppern

„Während des Projekts hatten die Schüler die Möglichkeit, Kontakte zu Studenten zu knüpfen, Vorlesungen zu besuchen und das Unileben kennenzulernen“, erzählt Klaus Wiegert, stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs. So hätten sie gelernt, sich selbst zu organisieren und fachlich zu vernetzen.

Unterstützt wurden die Projekte durch die Studienstiftung Grasedieck, die es sich zum Ziel gemacht hat, Nachwuchsforscher in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik zu fördern. „Ich finde es wichtig, junge Menschen schon früh an diese Themen heranzuführen“, sagt Dieter Grasedieck, der die Stiftung ins Leben gerufen hat. Selbstorganisiertes Lernen und die Vernetzung von Theorie und Praxis seien wichtige Prinzipien der Stiftung.