Junge Experten erfassen per GPS Daten als Basis für Karten

23 Vermessungstechniker und acht Geomatiker aus dem Gebiet der Bezirksregierung Münster haben ihre Abschlussprüfung bestanden. In Münster überreichte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Christian Timnik ihnen die Abschlusszeugnisse. Dabei gratulierte er auch den Vermessungstechnikern Bastian Kuckhoff und Andre Rehfeld, die im Bottroper Vermessungsbüro Felten ausgebildet wurden, sowie dem Geomatiker Pascal Kügler, der bei der Stadt Bottrop lernte.

In den vergangenen Jahren haben sich die bisherigen Ausbildungsberufe von Vermessungstechnikern und Kartographen grundlegend verändert. Der Bedarf zur Neuordnung habe sich vor allem durch technische Entwicklungen in den Betrieben und Verwaltungen ergeben.

Ausbildung auf neuestem Stand

Neben der Vermittlung der Grundlagen des Geodatenmanagements zeichnet sich die aktualisierte Ausbildung zum Vermessungstechniker durch vertiefte vermessungsbezogene Erfassungs- und Berechnungsfertigkeiten aus. Neu hinzugekommen sind die Bereiche der Industrie- und Überwachungsvermessung. Der heutige Vermesser muss sich zudem bestens im Planungs-, Boden- und Baurecht auskennen. Analoge Karten werden durch digitale ersetzt, Maßband und Winkelprisma von GPS-Bestimmung abgelöst, um Daten exakt erfassen zu können, die als Basis für Karten und Geoinformationssysteme dienen.

Geomatiker wiederum beherrschen den gesamten Prozess des Geodatenmanagements. Sie erfassen digitale und analoge Geodaten und verarbeiten diese in vielfältigen Schritten bis hin zur Visualisierung.

Neben einem Grußwort von Ralf Weidmann, dem zuständigen Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung Münster, sprach bei der Zeugnisübergabe als Gastredner der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur Rudolf Wehmeyer aus Münster. Er ist Landesvorsitzender des Bundes der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure. Weitere Gäste: Anke Thielisch (Verband Deutscher Vermessungsingenieure) und Frank Oppermann (Deutsche Gesellschaft für Kartographie).