Johannistaler Skatbuben aus Bottrop spielen Trumpf

Der Johannistaler Skatbuben spielen jetzt in der zweiten Bundesliga. Jeden Mittwoch üben sie in ihrem Vereinsheim am Beckramsberg, denn sie wollen es in die erste Bundesliga schaffen.
Der Johannistaler Skatbuben spielen jetzt in der zweiten Bundesliga. Jeden Mittwoch üben sie in ihrem Vereinsheim am Beckramsberg, denn sie wollen es in die erste Bundesliga schaffen.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Lange hat der Verein auf ein Ziel hingearbeitet: 2. Bundesliga. Jetzt feiern die 16 Mitglieder ihren Triumph. Nächstes Ziel ist die 1. Bundesliga.

Bottrop..  Das Skatspiel ist für die 16 Mitglieder des Vereins mehr als ein Hobby: es ist Tradition. In geselliger Runde treffen sich die Johannistaler Skatbuben an jedem Mittwoch zu den Vereinsmeisterschaften in der urigen Gaststätte am Beckramsberg. Das regelmäßige Training ist wichtig für die Skatspieler, denn die Männer wollen hoch hinaus.

„Unser nächstes Ziel ist die erste Bundesliga“, sagt Erwin Przybylla (77), dem das Skatspielen in die Wiege gelegt wurde: „Ich spiele schon von Kindheit an. In meiner Familie ist das Tradition“, erzählt er. Mehrmals hat der 77-Jährige schon Meisterschaften gewonnen, war auf Mallorca und Gran Canaria. Für das Skatspielen ist er weit gereist. „Ich spiele überall und immer wenn möglich“, sagt er.

1999 hat Przybylla den Verein zusammen mit Ingo Walnat (74) ins Leben gerufen. „Früher habe ich am Stammtisch Skat gespielt“, erzählt er. Da mit der Zeit immer mehr Mitspieler auftauchten, habe er den Vorsitzenden des Deutschen Skatverbands („DSkV“) eingeladen, um sich über eine Vereinsgründung zu informieren. „Die Idee hat uns so gut gefallen, dass wir sie sofort in die Tat umgesetzt haben“, erinnert er sich an die Anfänge.

Mittlerweile hat der Verein 16 Mitglieder zwischen 36 und 77 Jahren, die sich jeden Mittwoch ab 17 Uhr zu den Vereinsmeisterschaften am Beckramsberg treffen. „Wir spielen eine Jahresmeisterschaft“, erklärt Steffen Purlinski, Vorsitzender der Johannistaler Skatbuben. „Das heißt, dass wird die Punkte aus jedem Spiel über das Jahr gerechnet zusammenzählen“. Gäste seien immer herzlich willkommen. „Wer möchte, kann auch zu unseren Stadtmeisterschaften kommen, die finden einmal pro Monat sonntags um 15 Uhr statt“, sagt Purlinski.

Das viele Training hat sich ausgezahlt: Bei den „DSkV-Meisterschaften“ erreichten die Johannistaler Skatbuben ihr langersehntes Ziel: die zweite Bundesliga. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber“, sagt Erwin Przybylla. Aber geschlafen werde jetzt nicht, die Ambitionen sind groß: „Unser nächstes Ziel? Der Einzug in die erste Liga!“. Genügend gute Spieler habe der Verein, findet der 77-Jährige. „Die nötige Portion Glück gehört aber auch dazu“.

Am 25. April steht der erste Spieltag an, dafür fahren die 16 Skatspieler ins Emsland. „Die weiteste Strecke ist 200 Kilometer lang, nach Hannover“, sagt Vereinsleiter Steffen Purlinski. Insgesamt fahren die Johannistaler Buben 1200 Kilometer. Am 13. Juli aber haben Skatbuben ein Heimspiel, denn dann findet auch ein Spieltag in Bottrop statt.